WM-Betrug: 13.000 schÀdliche Domains und 1.700 Fake-Konten entdeckt
08.06.2026 - 10:15:54 | boerse-global.de
Sicherheitsbehörden schlagen Alarm: Cyberkriminelle haben GroĂereignisse wie die FuĂball-WM 2026 und ausverkaufte K-Pop-Konzerte als Köder entdeckt. Phishing-Kampagnen und gefĂ€lschte TicketverkĂ€ufe boomen.
Tausende schÀdliche Domains zur WM entdeckt
Die Analyse der FortiGuard Labs zeigt ein klares Bild: Zwischen Januar und Mai 2026 wurden ĂŒber 13.000 neue Internet-Domains mit WM-Bezug registriert. Rund 8,8 Prozent davon gelten als schĂ€dlich oder verdĂ€chtig.
Da Kriminelle immer hĂ€ufiger versuchen, ĂŒber prĂ€parierte Webseiten und Links Schadsoftware auf MobilgerĂ€te zu schleusen, ist ein aktiver Schutz unerlĂ€sslich. Wie Sie Ihr Smartphone in wenigen Minuten gegen Hacker und Datenmissbrauch absichern, zeigt dieser kostenlose Ratgeber. 5 einfache SchutzmaĂnahmen fĂŒr Ihr Android-Smartphone jetzt gratis herunterladen
Die BetrĂŒger sind breit aufgestellt. Allein auf Facebook und Instagram identifizierten Ermittler ĂŒber 1.700 gefĂ€lschte Konten. Das Los Angeles County Sheriff's Department (LASD) warnt vor gefĂ€lschten Ticketing-Seiten, Reise-Paketen und Streaming-Links.
Besonders perfide: Kriminelle verbreiten auch infizierte Dateien und Installationspakete, die Malware auf die GerĂ€te der Nutzer schleusen. In Brasilien explodierten die Beschwerden regelrecht â von 19 FĂ€llen im MĂ€rz auf 156 im Mai. Laut NordVPN hatten bereits 34 Prozent der brasilianischen Internetnutzer Kontakt mit betrĂŒgerischen WM-Inhalten.
Ticket-Chaos bei K-Pop-Konzerten
Nicht nur die WM lockt BetrĂŒger an. In Asien erleben Ermittler eine Welle von FĂ€llen rund um K-Pop-Konzerte. In Singapur gingen seit Anfang Juni mindestens 14 Anzeigen wegen gefĂ€lschter BTS-Tickets ein â der Schaden liegt bei ĂŒber 11.000 Singapur-Dollar.
Die TĂ€ter nutzen Plattformen wie X, Instagram und Carousell. Bezahlt wird hĂ€ufig per PayNow oder QR-Code â eine RĂŒckholung des Geldes ist dann kaum möglich.
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Auch in Jakarta lief es schief: Fans der Gruppe EXO berichteten von massiven Preissteigerungen auf dem Zweitmarkt. Offizielle Tickets kosteten umgerechnet rund 3,9 Millionen IDR â WiederverkĂ€ufer verlangten bis zu 10 Millionen IDR.
So schĂŒtzen Sie sich vor den Fallen
In Deutschland schlugen BetrĂŒger ebenfalls zu. In Schwandorf verlor ein Nutzer ĂŒber 1.400 Euro, nachdem er einem manipulierten Link zu einer vermeintlichen Onlinebanking-Seite folgte. In Kaisheim verschafften sich TĂ€ter durch vorgetĂ€uschtes Kaufinteresse Zugriff auf ein Konto und buchten vierstellige BetrĂ€ge ab.
Die Devise der Sicherheitsbehörden: Tickets ausschlieĂlich ĂŒber offizielle KanĂ€le wie Ticketmaster oder die direkten Webseiten der Veranstalter kaufen. Zahlungen per KryptowĂ€hrung, Ăberweisung oder Geschenkkarten sind bei privaten Transaktionen tabu â das Geld ist meist weg.
Und noch eine Masche ist aktuell: In Vietnam geben sich TĂ€ter als Model-Scouts fĂŒr die WM aus und wollen persönliche Daten sowie ReservierungsgebĂŒhren kassieren.
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