WM-Betrug, Domains

WM-Betrug: 4.300 gefÀlschte Domains und 300 Phishing-Seiten

05.06.2026 - 19:44:06 | boerse-global.de

Organisierte Banden erbeuten mit Fake-Shops und Phishing Millionen. Sparkasse warnt vor neuer Angriffswelle aufs Online-Banking.

WM-Betrugswelle: Kriminelle nutzen Fußballfans gnadenlos aus
WM-Betrug - Schattige Figur in Kapuzenpullover tippt auf Laptop, umgeben von leuchtenden digitalen Linien und Netzwerk-Knoten, symbolisiert CyberkriminalitĂ€t. 05.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

GefÀlschte Online-Shops, Ticketbetrug und Phishing-Kampagnen verursachen bereits MillionenschÀden.

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Organisierte KriminalitÀt im Netz

Seit August 2025 tauchten rund 4.300 betrĂŒgerische Internet-Domains mit WM-Bezug auf. Besonders aktiv ist die Gruppe „GHOST STADIUM“: Sie betreibt ĂŒber 300 Phishing-Seiten in elf Sprachen. Die SchĂ€den durch manipulierten Ticketverkauf liegen SchĂ€tzungen zufolge zwischen 65 und 440 Millionen Euro.

Im Darknet kursieren zudem 2.500 gestohlene Zugangsdaten fĂŒr offizielle FIFA-Plattformen. Die Angreifer nutzen spezialisierte Dienste wie „Kali365“, um Sicherheitsmechanismen zu umgehen. In Deutschland stiegen NFC-Relay-Angriffe in den ersten vier Monaten 2026 um 188 Prozent.

Sparkasse warnt vor neuer Phishing-Welle

Auch deutsche Finanzinstitute sind im Visier. Die Sparkasse warnt vor betrĂŒgerischen Nachrichten zu angeblichen Sicherheitsupdates fĂŒr die S-pushTAN-App. Ziel ist der Zugriff aufs Online-Banking. Teilweise kombinieren die TĂ€ter E-Mails mit Telefonanrufen, um Überweisungen freizuschalten.

Parallel boomt der Handel mit ProduktfÀlschungen. Laut einer Umfrage kauften 19 Prozent der Deutschen bereits ein vermutlich gefÀlschtes Trikot. Bei den 18- bis 24-JÀhrigen liegt der Anteil bei 31 Prozent. Der EU-weite Schaden durch gefÀlschte Sportartikel betrÀgt laut EUIPO rund 850 Millionen Euro jÀhrlich.

SicherheitslĂŒcke im Kopf der Nutzer

Die grĂ¶ĂŸte Schwachstelle bleibt der Mensch. 74 Prozent der Deutschen halten ihre Passwörter fĂŒr sicher – doch nur 32 Prozent nutzen Passkeys und lediglich 25 Prozent setzen auf Zwei-Faktor-Authentifizierung. Das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik warnt: Bereits jede dritte unerwĂŒnschte E-Mail enthĂ€lt Phishing.

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So schĂŒtzen sich Fans

Die Verbraucherzentrale NRW rĂ€t: WM-Tickets nur ĂŒber die offizielle FIFA-Plattform oder autorisierte Partner kaufen. Auf dem Zweitmarkt werden Tickets teils fĂŒr bis zu zwei Millionen US-Dollar angeboten – das FĂ€lschungsrisiko ist enorm.

Bei Fanartikeln gilt: Misstrauen bei Preisen weit unter Marktniveau. Originalgetreue Trikots wurden bereits fĂŒr 45 statt 100 Euro in Fake-Shops entdeckt. Warnsignale sind fehlendes Impressum, Vorkasse-Pflicht oder falsch geschriebene Webadressen.

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