Wohnungseinbrüche, Bundesweit

Wohnungseinbrüche: Bundesweit +5,7 Prozent, Berlin +24 Prozent

Veröffentlicht: 06.07.2026 um 17:15 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Bundesweit 5,7 Prozent mehr Wohnungseinbrüche. Polizei warnt vor neuen Methoden wie dem Labello-Trick zur Abwesenheitsprüfung.

Einbruchswelle 2025: Neue Tricks und steigende Fallzahlen
Eine Nahaufnahme einer modernen Wohnungstür mit einem Sicherheitsschloss und einem Alarmsensor, gedämpft beleuchtet. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

In Nordrhein-Westfalen veröffentlichen die Polizeibehörden nun aktuelle Daten – und warnen vor neuen Tricks der Täter.

In der 27. Kalenderwoche registrierte die Polizei Bielefeld sechs Einbrüche. Die Behörde informiert Bürger wöchentlich über ein sogenanntes Einbruchsradar. Im Rhein-Kreis Neuss gab es elf Fälle. Auffällig: Vier davon blieben im Versuchsstadium stecken.

Die Schwerpunkte liegen in Jüchen, Grevenbroich, Kaarst und Dormagen. In Meerbusch erbeuteten Täter Bargeld, Schmuck und eine Handtasche. Zeugen beschreiben eine etwa 1,70 Meter große Person zwischen 30 und 40 Jahren mit schwarzem Poloshirt.

Bundesweiter Trend: 5,7 Prozent mehr Einbrüche

Die regionalen Daten passen zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2025. Demnach stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche bundesweit um 5,7 Prozent auf 82.920 Fälle. Berlin verzeichnete ein Plus von 24 Prozent auf über 10.600 Fälle. Köln hingegen meldete einen Rückgang von über 21 Prozent.

Trotz der steigenden Zahlen blieb fast jeder zweite Einbruch (44,9 Prozent) im Versuch stecken. Experten führen das auf bessere Sicherungstechnik zurück. Ein Fall aus Garbsen-Berenbostel zeigt die Wirkung: Dort löste eine Vernebelungsanlage aus – die Täter flohen sofort.

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So testen Einbrecher, ob Sie zu Hause sind

Die Ermittler warnen vor neuen Methoden. Beim sogenannten „Labello-Trick“ drücken Kriminelle kleine Kugeln aus Lippenpflegestiften in Türschlösser. Bleibt die Markierung unbeschädigt, gehen sie davon aus, dass niemand zu Hause ist.

Auch digitale Spuren nutzen Einbrecher gezielt. Experten raten davon ab, Urlaubsbilder in sozialen Netzwerken zu teilen oder Abwesenheitshinweise auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen. Volle Briefkästen und dauerhaft geschlossene Rollläden sind ebenfalls Warnsignale für Täter.

Erfolg nach Monaten: Haftbefehle gegen Einbrecherbande

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Die Ermittler in Stuhr-Brinkum konnten drei weitere Tatverdächtige identifizieren. Sie sollen im Februar 2026 in ein Juweliergeschäft eingebrochen sein. Die Männer im Alter von 22, 28 und 49 Jahren sitzen nun in Untersuchungshaft. Ein weiterer Verdächtiger wurde bereits im April gefasst.

Polizeibehörden und Seniorenbüros bieten kostenlose Beratungen zur Sicherung von Immobilien an. Fachleute empfehlen eine Kombination aus mechanischer Sicherungstechnik, Nachbarschaftshilfe und aufmerksamem Verhalten. Bei verdächtigen Beobachtungen heißt es: Notruf 110 wählen.

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