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Work IQ APIs: Microsoft startet eigenstÀndige KI-Agenten ab Juni

03.06.2026 - 01:48:31 | boerse-global.de

Microsoft stellt Work IQ APIs vor, die KI-Agenten direkten Zugriff auf Office-Daten ermöglichen. Neuer Autopilot Scout und verbrauchsabhÀngige Preise.

Work IQ APIs: Microsoft startet eigenstĂ€ndige KI-Agenten ab Juni - Bild: ĂŒber boerse-global.de
Work IQ APIs: Microsoft startet eigenstĂ€ndige KI-Agenten ab Juni - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Der Softwarekonzern Microsoft hat auf seiner Entwicklerkonferenz in San Francisco die Zukunft der Arbeitswelt vorgestellt. Mit den neuen Work IQ APIs will das Unternehmen kĂŒnstliche Intelligenz von einfachen Assistenten hin zu eigenstĂ€ndig handelnden Systemen weiterentwickeln. Die Schnittstellen sind Teil der breiteren Microsoft IQ-Plattform, die ab sofort allgemein verfĂŒgbar ist.

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KI-Agenten greifen direkt auf Unternehmensdaten zu

Die Work IQ APIs kommen am 16. Juni 2026 auf den Markt. Sie bieten Entwicklern spezialisierte Schnittstellen fĂŒr Chats, Kontextabfragen, Tools und Arbeitsbereiche. Das Besondere: KI-Agenten können damit direkt auf Microsoft-365-Daten zugreifen – auf E-Mails, KalendereintrĂ€ge, Chats und Dateien in Teams, Outlook, OneDrive und SharePoint.

Eine zentrale Neuerung ist die „getSchema"-Funktion. Sie erlaubt es den Agenten, Datenstrukturen dynamisch zu erkennen. Statt Tausender manueller Operationen reichen kĂŒnftig zehn standardisierte Werkzeuge wie „abrufen", „erstellen" und „aktualisieren" aus. Externe Anwendungen greifen ĂŒber spezielle Ask APIs auf diese Funktionen zu.

Das Microsoft-IQ-Ökosystem

Work IQ ist nur ein Baustein der neuen Architektur. Microsoft IQ vereint vier verschiedene Kontextquellen: Work IQ, Foundry IQ, Fabric IQ und das neue Web IQ. WĂ€hrend Web IQ fĂŒr schnelle Internet-Recherchen gedacht ist, kĂŒmmert sich Fabric IQ um die unternehmenseigene Datenverwaltung. Die Fabric-IQ-Ontologien sollen in den kommenden Monaten allgemein verfĂŒgbar werden.

Zur UnterstĂŒtzung dieser Infrastruktur hat Microsoft seine KI-Modellfamilie erweitert:

  • MAI-Thinking-1: Ein auf logisches Denken spezialisiertes Modell mit 35 Milliarden Parametern und einem Kontextfenster von 128.000 Tokens
  • MAI-Code-1: Optimiert fĂŒr Programmieraufgaben
  • MAI-Transcribe-1.5: UnterstĂŒtzt 43 Sprachen
  • MAI-Voice-2 und MAI-Image-2.5: Spezialisiert auf Sprach- und Bildinteraktionen
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Zudem integrierte Microsoft Fireworks AI in die Foundry-Plattform und stellte Rayfin vor – ein quelloffenes SDK und Kommandozeilen-Tool. Rayfin erstellt KI-generierte Anwendungen direkt in Microsoft Fabric und soll verhindern, dass Daten in isolierten Silos landen.

„Scout": Der erste Autopilot fĂŒrs BĂŒro

Mit Scout prĂ€sentierte Microsoft einen stets aktiven persönlichen Agenten – den ersten „Autopiloten" fĂŒr die ProduktivitĂ€tssuite. Anders als herkömmliche Chatbots besitzt Scout eine eigenstĂ€ndige IdentitĂ€t und arbeitet autonom in Microsoft-365-Umgebungen.

Das System basiert auf dem OpenClaw-Framework und wird von Work IQ angetrieben. Scout erledigt Aufgaben eigenstĂ€ndig in Outlook, Teams und anderen Office-Anwendungen. Der Agent befindet sich derzeit in einer privaten Vorschau fĂŒr ausgewĂ€hlte Kunden und sogenannte „Frontier"-Organisationen.

Abrechnung nach Verbrauch

Mit der allgemeinen VerfĂŒgbarkeit fĂŒhrt Microsoft ein verbrauchsabhĂ€ngiges Preismodell ein. Die Nutzung der Work IQ APIs und der zugehörigen Agenten-Funktionen wird ĂŒber Copilot Credits abgerechnet. Ein neues Dashboard zur Kostenkontrolle erscheint zeitgleich mit der API-Freigabe am 16. Juni.

FĂŒr Entwickler ist Microsoft IQ bereits in GitHub Copilot, Microsoft Foundry und Copilot Studio integriert. Als Hardware-Highlight prĂ€sentierte das Unternehmen die Surface RTX Spark Dev Box – mit einer Rechenleistung von einem Petaflop und 128 Gigabyte Arbeitsspeicher ist sie speziell fĂŒr die neue Agenten-Entwicklungsumgebung ausgelegt.

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