WSUS-Fehler, Zero-Days

WSUS-Fehler: Zwei Zero-Days bleiben ungepatcht, Microsoft veröffentlicht Fix

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 07:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft behebt WSUS-Sync-Fehler mit manueller Anleitung. Kritische Sicherheitsupdates für Zero-Day-Lücken wurden blockiert.

WSUS-Synchronisationsfehler: Microsoft veröffentlicht manuelle Reparatur
Moderne Unternehmensserver-Racks mit blinkenden Statusleuchten in einem Rechenzentrum, die IT-Infrastruktur darstellen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Seit dem 13. Juli kämpfen IT-Administratoren mit massiven Synchronisationsproblemen bei Windows Server Update Services (WSUS). Der Fehler blockiert die Installation kritischer Sicherheitsupdates – darunter Patches für zwei aktiv ausgenutzte Sicherheitslücken. Am Dienstag veröffentlichte Microsoft nun eine manuelle Anleitung zur Behebung der Störung.

Kritische Sicherheitslücken bleiben ungepatcht

Die Ursache: Ein übermäßiger Aufbau von Metadaten führte zu Dienstausfällen und ständigen Verbindungsabbrüchen. Besonders brisant: Der Sync-Fehler verhinderte die Auslieferung des Juli-2026-Patch-Zyklus. Darunter befanden sich Fixes für zwei Zero-Day-Schwachstellen, die bereits aktiv angegriffen werden.

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Die erste Lücke (CVE-2026-56164) betrifft SharePoint und erreicht mit einem CVSS-Wert von 9,8 die höchste Risikostufe. Die zweite (CVE-2026-56155) gefährdet Active Directory Federation Services (AD FS). Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA hatte für eine der Schwachstellen eine Frist bis zum 17. Juli gesetzt – eine zweite Frist läuft am 28. Juli ab.

Schrittweise Lösung für betroffene Systeme

Microsoft reagierte bereits am 18. Juli mit einer serverseitigen Maßnahme. Diese half jedoch nur bei neuen WSUS-Installationen oder neu aufgesetzten Servern. Bestehende Produktivsysteme konnten bis zur Veröffentlichung der manuelle Anleitung am 21. Juli nicht synchronisieren.

Der Fix, dokumentiert in KB5121986, erfordert einen mehrstufigen Wiederherstellungsprozess. Administratoren müssen die SUSDB-Datenbank sichern und eine Bereinigungsabfrage ausführen, die fehlerhafte Detectoid-Metadaten löscht. Zudem muss der Parameter MaxXMLPerRequest auf den Standardwert 5242880 zurückgesetzt werden.

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Weitreichende Auswirkungen auf Windows-Systeme

Die Synchronisationsprobleme betreffen nahezu alle unterstützten Windows-Versionen. Dazu zählen Windows 10 ab Version 1607, Windows 11 von 23H2 bis 26H1 sowie sämtliche Windows-Server-Versionen von 2012 bis 2025. Auch Nutzer von Microsoft Endpoint Configuration Manager sind betroffen.

Es ist bereits der vierte größere WSUS-Ausfall innerhalb von 14 Monaten – nach ähnlichen Störungen im Mai, Juli und August 2025. Branchenbeobachter sehen einen Zusammenhang mit der offiziellen Einstellung von WSUS durch Microsoft im September 2024. Der Konzern setzt zunehmend auf cloudbasierte Update-Lösungen – auf Kosten der Stabilität des alten Systems, so die Kritik.

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