WWDC, Siri

WWDC 8. Juni: Siri wird KI-Chatbot mit Gemini und ChatGPT

01.06.2026 - 00:29:27 | boerse-global.de

Apple erneuert Siri radikal: Der Sprachassistent wird zum KI-Chatbot mit Wahl zwischen Gemini, ChatGPT und Claude.

WWDC 8. Juni: Siri wird KI-Chatbot mit Gemini und ChatGPT - Foto: über boerse-global.de
WWDC 8. Juni: Siri wird KI-Chatbot mit Gemini und ChatGPT - Foto: über boerse-global.de

Am 8. Juni beginnt die Worldwide Developers Conference (WWDC) – und schon jetzt zeichnet sich ab, dass der Konzern die Weichen für die nächsten Jahre stellt. Im Zentrum steht eine radikale Erneuerung des Sprachassistenten Siri, während parallel die Entwicklung für das 20-jährige iPhone-Jubiläum längst läuft.

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Siri wird zum KI-Chatbot – mit Wahlfreiheit

Die wohl tiefgreifendste Veränderung betrifft Siri. Nach 15 Jahren bekommt der oft kritisierte Sprachassistent ein komplett neues Gesicht. Statt simpler Sprachbefehle soll Siri künftig wie ein moderner Chatbot funktionieren – mit eigener App und Integration in die Dynamic Island. Besonders spannend: Nutzer können zwischen verschiedenen KI-Modellen wählen. Google Gemini, ChatGPT und Claude stehen zur Auswahl, eine neue Oberfläche namens "Search or Ask" bündelt die Anfragen.

Hinter den Kulissen setzt Apple auf eine clevere Hybrid-Architektur. Einfache Anfragen erledigt ein lokales Modell direkt auf dem Gerät – trainiert durch ein Verfahren namens Distillation, das große KI-Modelle auf die Apple-Silicon-Chips herunterbricht. Bei komplexeren Aufgaben wandern die Daten in die Google Cloud, wo eine lizenzierte Version von Gemini zum Einsatz kommt. Die Sicherheit übernimmt Nvidia Confidential Computing, das die Daten während der Verarbeitung verschlüsselt. Branchenkreisen zufolge zahlt Apple für diesen Zugang rund eine Milliarde Euro pro Jahr.

Strengere Hardware-Anforderungen

Die neuen KI-Funktionen haben ihren Preis: Sie brauchen Rechenleistung. Zwar soll iOS 27 noch das iPhone 12 unterstützen, die echten "Apple Intelligence"-Features bleiben jedoch dem iPhone 15 Pro und neueren Modellen vorbehalten. Grund ist der Neural Engine im A17 Pro-Chip, der für die lokale KI-Verarbeitung nötig ist.

Gleichzeitig streicht Apple offenbar ältere Geräte aus der Kompatibilitätsliste. Die iPhone-11-Serie und das iPhone SE der zweiten Generation werden voraussenichtlich nicht mehr mit dem neuen Betriebssystem laufen. Der öffentliche Release von iOS 27 ist für September 2026 geplant – pünktlich zum Start des iPhone 18.

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Blick in die Zukunft: iOS 28 und macOS 28

Doch Apple denkt bereits weiter. Interne Unterlagen verraten die Codenamen für den Software-Zyklus 2028: iOS 28 trägt den Namen "Bell", macOS 28 heißt "Poppy". Beide Versionen sollen ein großes Hardware-Redesign zum 20-jährigen Jubiläum des ersten iPhones begleiten. Der aktuelle Entwicklungszyklus für iOS 27 und macOS 27 läuft unter dem internen Codenamen "Rizz".

Lieferketten-Upgrade und neue Hardware

Die Software-Offensive geht mit massiven Veränderungen in der Zuliefererkette einher. Analystenberichte vom Mai zeigen, dass Sunny Optical zum Hauptlieferanten für das MacBook Neo aufgestiegen ist. Die Auslieferungsprognosen für 2026 wurden von 5 auf 10 Millionen Einheiten verdoppelt.

Auch beim iPhone 18 Pro zeichnen sich Neuerungen ab: Eine Kamera mit variabler Blende steht im Raum. Sunny Optical soll bis zu 50 Prozent der Aufträge für dieses Bauteil erhalten, dessen Herstellung 50 Prozent teurer sein soll als aktuelle Linsen.

Und dann ist da noch das erste faltbare iPhone. Insider beschreiben ein Buch-Design mit einem 5,5-Zoll-Außendisplay und einem 7,8-Zoll-Innenbildschirm. Eine Ankündigung könnte bereits im September 2026 erfolgen – doch Probleme mit dem Scharnier könnten den Marktstart auf Dezember verschieben. Der Preis? Deutlich über 2.000 Euro.

Für Apple-Fans mit Geduld gibt es noch eine weitere Perspektive: Die Apple Glasses werden für Ende 2027 erwartet. Die erste Generation soll Siri und Navigation bieten, aber auf eine Augmented-Reality-Anzeige verzichten.

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