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X Money startet: Elon Musks Plattform wird zur digitalen Bank

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 03:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

X launcht mit X Money ein digitales Banking-Angebot für Abonnenten. Die Plattform tritt damit gegen etablierte Finanzdienste an.

X Money: Elon Musks Plattform startet Banking-Dienst in den USA
Schlanke Metall-Debitkarte auf modernem Schreibtisch, Symbol für digitales Banking und soziale Medien. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Elon Musks Plattform X bringt eigene Finanzdienstleistungen an den Start – und tritt gegen etablierte Anbieter wie PayPal und Apple Pay an.

Seit dem 27. Juli 2026 können US-Nutzer von X mit Bezahl-Abo ihr Konto in eine digitale Bank verwandeln. Der Schritt ist Teil der lang angekündigten Transformation der Plattform zur „Alles-App". Premium- und Premium+-Abonnenten erhalten Zugriff auf ein digitales Wallet, eine Metal-Visa-Karte mit integriertem Nutzernamen sowie verzinsliche Konten.

Banking-Partner und Sicherheitsrahmen

Die Finanzinfrastruktur kommt von der Cross River Bank, die über eine API-gesteuerte Plattform die klassischen Bankdienstleistungen bereitstellt. Die Einlagen sind bis zu 250.000 US-Dollar (etwa 230.000 Euro) FDIC-versichert. Premium+-Mitglieder profitieren von einem Cash-Sweep-Programm, das den Schutz auf bis zu zehn Millionen US Dollar ausweitet.

X hat in 41 Bundesstaaten sowie im District of Columbia Geldtransfer-Lizenzen erworben. In New York und Massachusetts ist der Dienst vorerst nicht verfügbar. Die Registrierung bei der US-Finanzaufsicht FinCEN ist erfolgt. Zur Absicherung setzt X auf Passkey-Authentifizierung und die Sicherheitsprotokolle von Visa.

Der Marktstart folgt auf eine mehrmonatige Testphase. Im Frühjahr 2026 begann eine Beta auf Einladungsbasis, ab dem 25. Juni folgte eine begrenzte Freigabe für Premium+-Nutzer. Ende Juni weitete das Unternehmen den Zugriff aus, bevor nun der vollständige Rollout erfolgte.

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Digitale Banking-Functions im Überblick

Das Wallet von X Money ermöglicht Peer-to-Peer-Überweisungen, die das Unternehmen als sofortig und kostenlos bewirbt. Die physische Metal-Visa-Karte lässt sich in Apple Wallet und Google Wallet hinterlegen. Weitere Features:

  • Premium+-Konto: Bis zu sechs Prozent Zinsen auf Einlagen (Aktionsangebot)
  • Cashback: Drei Prozent Rückvergütung auf Kartenzahlungen
  • Banking-Services: Frühzeitiger Gehaltseingang, Überweisungen, Scheckverarbeitung und kostenlose Geldautomaten-Nutzung
  • Keine Auslandsgebühren bei Karteneinsatz im Ausland

Trotz der Erfahrung der Cross River Bank mit digitalen Vermögenswerten bleibt X Money zunächst auf Fiat-Währungen beschränkt. Kryptowährungen oder Stablecoins werden nicht unterstützt – anders als Branchenbeobachter spekuliert hatten.

Wettbewerb und wirtschaftliche Herausforderungen

Mit dem Angebot tritt X gegen etablierte Fintechs wie Venmo, PayPal und Robinhood an, aber auch gegen Apple Pay und Zelle. Analysten sehen darin den konsequenten Schritt zur Umsetzung der Vision einer „Everything-App", die Kommunikation und Finanztransaktionen vereint.

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Der Vorstoß erfolgt in schwierigem wirtschaftlichem Umfeld. Internen Daten zufolge verzeichnete X 2025 einen Verlust von rund 6,4 Milliarden Dollar bei Einnahmen von 3,2 Milliarden Dollar. Mitte 2026 zählt die Plattform rund 6,3 Millionen zahlende Abonnenten, davon 4,4 Millionen im Premium-Tarif.

Die Expansion in den Finanzsektor hat auch politische Aufmerksamkeit erregt. Bereits im April 2026 äußerte Senatorin Elizabeth Warren Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und Regulierungsaufsicht. Seit der Auflösung der Verbraucherschutzbehörde CFPB im Jahr 2025 liegt die primäre Aufsicht über die Geldtransfer-Aktivitäten bei den Aufsichtsbehörden der Bundesstaaten.

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