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Xiaomi 18 Pro: Smart Privacy Display schützt vor Schulterblich

Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 21:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Xiaomi arbeitet an einem Display mit automatischem Blickschutz für sensible Apps. Die Funktion soll zunächst in neuen Pro-Modellen erscheinen.

Xiaomi entwickelt Smart Privacy Display für kommende Premium-Smartphones
Ein modernes Smartphone liegt auf einem minimalistischen Schreibtisch mit reflektierendem Display. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der chinesische Elektronikhersteller Xiaomi entwickelt derzeit eine neue Display-Technologie, die den Schutz der Privatsphäre auf Hardware-Ebene verbessern soll. Das sogenannte „Smart Privacy Display“ ist darauf ausgelegt, sensible Informationen automatisch vor den Blicken Unbefugter zu schützen.

Ersten Berichten zufolge wird die Einführung dieser Funktion für die kommenden Flaggschiff-Modelle Xiaomi 18 Pro und Xiaomi 18 Pro Max erwartet, deren Markteinführung für September prognostiziert wird.

Die Technologie basiert auf einer hardwareseitigen Steuerung, die in der Lage ist, die seitlichen Betrachtungswinkel des Bildschirms gezielt zu verengen. Dadurch werden Bildschirminhalte für Personen, die von der Seite auf das Gerät blicken, unkenntlich oder ausgeblendet.

Dieser Mechanismus ähnelt Funktionen, wie sie bereits beim Samsung Galaxy S26 Ultra beobachtet wurden. Ein wesentlicher Unterschied liegt jedoch in der tiefen Integration in das Betriebssystem HyperOS, die eine automatisierte Aktivierung ermöglicht.

Schutz sensibler Daten durch automatisierte Systemsteuerung

Die Steuerung des neuen Displays erfolgt laut Branchenberichten über eine intelligente Erkennung von Bildschirminhalten. Das System identifiziert demnach automatisch Seiten und Anwendungen mit sensiblen Inhalten, wie etwa Banking-Apps, Zahlungsdienste oder Messaging-Plattformen. Nutzer sollen zudem die Möglichkeit erhalten, Apps in speziellen Gruppen zu organisieren, für die der Blickschutz standardmäßig aktiviert wird.

Trotz der Sicherheitsvorteile weist die Technologie technologische Einschränkungen auf. Analysten weisen darauf hin, dass die hardwareseitige Verengung des Sichtfelds den Stromverbrauch des Geräts erhöhen könnte.

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Zudem soll die Funktion nach aktuellem Stand nicht im Querformat zur Verfügung stehen. Die neuen Geräte, die diesen Blickschutz erstmals nutzen, werden voraussichtlich mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro ausgestattet sein, was die technologische Ausrichtung auf das Premium-Segment unterstreicht.

Branchenweiter Fokus auf Datenschutz und Reparaturmodi

Die Entwicklung bei Xiaomi ist Teil eines größeren Branchentrends, bei dem Hersteller zunehmend Funktionen zum Schutz persönlicher Daten implementieren. Unternehmen wie Huawei, Honor, OPPO und vivo bieten bereits spezielle Reparaturmodi an. Diese ermöglichen es Anwendern, ihre privaten Daten zu isolieren, bevor sie ein Gerät zur Wartung einsenden.

In diesem Zusammenhang gilt das Honor 60 Pro als das erste Smartphone, das eine solche Funktion einführte. Im Gegensatz dazu bietet Apple für das iPhone derzeit keinen vergleichbaren Reparaturmodus an.

Neben Xiaomi treibt auch Honor innovative Datenschutzlösungen voran. Mit der Funktion „Virtual Permissions“ ermöglicht es der Hersteller, Apps den Zugriff auf echte Nutzerdaten zu verweigern, indem das System stattdessen Dummy-Informationen wie leere Anruflisten oder fiktive Nachrichten bereitstellt. Diese Funktion ist auf Systemebene verankert und mit allen Anwendungen kompatibel, wird jedoch zunächst für den chinesischen Markt ausgerollt.

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Regulatorischer Druck und nachhaltige Hardware-Konzepte

Der Fokus auf Gerätesicherheit und Datennutzung wird durch regulatorische Entwicklungen in der EU und den USA verstärkt. Die „Right-to-repair“-Bewegung zwingt Hersteller dazu, ihre Ökosysteme zu öffnen und Ersatzteile sowie Handbücher zu fairen Konditionen bereitzustellen.

In Kalifornien verlangt das Gesetz SB 244 beispielsweise die Verfügbarkeit von Ersatzteile für einen Zeitraum von sieben Jahren bei Elektronikgeräten mit einem Wort von über 100 US-Dollar. Ähnliche Regelungen finden sich in den Digital Fair Repair Acts von Minnesota und New York sowie in EU-weiten Vorgaben.

In diesem Marktumfeld positioniert sich zudem Fairphone mit dem US-Start des Fairphone Gen 6+. Das Gerät, das von iFixit mit einem Reparierbarkeitswert von 10/10 Punkten bewertet wurde, besteht zu über 50 Prozent aus fair gehandelten oder recycelten Materialien. Der CEO des Unternehmens, Raymond van Eck, erklärte hierzu, dass Verbraucher zunehmend Distanz von geplanter Obsoleszenz suchen.

Während Hardware-Hersteller wie Xiaomi auf integrierte Sicherheitslösungen setzen, fokussiert sich Google bei der kommenden Version Android 17 auf den Netzwerkschutz.

Geplant ist eine systemweite Unterstützung für Encrypted Client Hello (ECH), um Domain-Namen vor Netzbetreibern zu verbergen, sowie restriktivere Berechtigungen für lokale Netzwerke. Zudem sollen Carrier künftig die Möglichkeit erhalten, den veralteten 2G-Standard vollständig zu deaktivieren, um Sicherheitsrisiken zu minimieren.

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