Xpeng, VLA

Xpeng VLA 2: Chinesischer Autobauer stellt 4D-Fahrassistenz vor

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 22:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Xpeng erweitert seine Fahrzeugsoftware, testet autonome Fahrten ohne Sicherheitsfahrer und plant ab 2027 europäische Genehmigungen für die VLA-Technik.

Xpeng präsentiert neue VLA-Software und treibt Robotaxis voran
Ein modernes Elektrofahrzeug fährt auf einer urbanen Autobahn bei Dämmerung, Fokus auf die perspektivische Straßenführung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Am 27. August stellte der chinesische Automobilhersteller Xpeng weitreichende technologische Aktualisierungen seiner Software-Architektur vor. Mit der Einführung der zweiten Generation des VLA-Modells (Vision-Language-Action) und dem Debüt des Betriebssystems XOS 6.3.0 im Modell G9L setzt das Unternehmen auf eine signifikante Steigerung der Rechenleistung und der Sicherheitsfunktionen für das automatisierte Fahren.

Technologische Sprünge bei Verarbeitungsgeschwindigkeit und Sicherheit

Die technischen Spezifikationen des neuen VLA-Modells markieren einen deutlichen Fortschritt gegenüber der vorangegangenen Generation. Nach Unternehmensangaben wurden die Parameter auf der Endgeräteseite um das 3,5-fache erweitert. Dies resultiere in einer um 300 Prozent gesteigerten Reaktionsgeschwindigkeit durch fließende, autoregressive Inferenz. Gleichzeitig habe das Unternehmen die Sicherheitskapazitäten des Systems um das 20-fache erhöht.

Ein zentrales Element der neuen Struktur ist die sogenannte Infini-VLA-Architektur. Diese sei in der Lage, Informationen der vorangegangenen 30 Sekunden im Kurzzeitgedächtnis zu behalten, um die Entscheidungsfindung zu optimieren.

Ergänzt wird die Software durch das Weltmodell „X-Foresight“, das erstmals in einem Serienfahrzeug zum Einsatz kommt. Dieses System könne die Verkehrsentwicklung für die kommenden sechs Sekunden vorausberechnen und so proaktiv auf potenzielle Gefahren reagieren.

Dynamische 4D-Wahrnehmung und Robotaxi-Integration

Ein wesentlicher Aspekt der Aktualisierung ist der Übergang von einer dreidimensionalen zu einer dynamischen 4D-Raum-Zeit-Wahrnehmung. Diese technologische Basis soll es ermöglichen, dass Serienfahrzeuge Verhaltensweisen an den Tag legen, die bisher autonomen Robotaxis der Stufe L4 vorbehalten waren.

Das System zeige laut Berichten besondere Stärken in komplexen Szenarien wie engen Passagen oder dem schwierigen Zusammenspiel zwischen Fahrzeugen und Fußgängern.

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Zusätzlich führt Xpeng einen „Master Agent“ als zentrales Steuerungselement ein. Dieses System fungiert als Gehirn des Fahrzeugs und unterstützt unter anderem die Funktion, das Fahrzeug per Sprachbefehl kontrolliert am Straßenrand zum Stillstand zu bringen.

Die technologische Annäherung zwischen Privatfahrzeugen und Robotaxis wird auch organisatorisch deutlich: Xpeng hat in Guangzhou die Lizenz für Fernüberwachungstests erhalten und führt bereits Fahrten durch, bei denen kein Sicherheitsfahrer mehr direkt am Steuer sitzt.

Globale Expansion und Marktstart in Europa

Während die Veröffentlichung der Software-Versionen Ultra und Ultra se für den kommenden Monat September geplant ist, treibt Xpeng auch seine internationalen Ambitionen voran. Jüngste Validierungstests in Deutschland zeigten, dass die Systeme auch ohne umfangreiche lokale Trainingsdaten eine Performance erreichen, die den Erfahrungen auf dem chinesischen Markt entspreche.

Der Vorstandsvorsitzende He Xiaopeng erklärte, man strebe an, im Jahr 2027 die notwendigen regulatorischen Genehmigungen in Europa zu erhalten. In diesem Zeitraum solle auch die Auslieferung der zweiten VLA-Generation an??-Nutzer beginnen.

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Ziel sei es zudem, im kommenden Jahr den regulären Betrieb von Robotaxis für die Fahrgastbeförderung ohne Sicherheitspersonal aufzunehmen. Interne Testläufe verzeichneten in diesem Bereich bereits über 2000 Bestellungen.

Wirtschaftliches Umfeld und Investitionen

Die technologische Entwicklung wird durch eine massive Kapitalzufuhr im Bereich der Robotik gestützt. Die entsprechende Sparte von Xpeng sicherte sich jüngst Finanzierungen in Höhe von über 900 Millionen US-Dollar, was die Bewertung dieses Geschäftsbereichs auf 6,3 Milliarden US-Dollar anhebt. An der Börse in Hongkong wurde für die Aktien des Unternehmens zuletzt eine Leerverkaufsquote von 45,814 Prozent ausgewiesen.

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