XPENG, YOYO

XPENG YOYO: Robotaxi-Plattform startet mit Einladungstests in China

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 09:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nach internen Erprobungen öffnet XPeng seinen Robotaxi-Dienst in Guangzhou schrittweise für externe Nutzer; der Regelbetrieb ist ab 2027 geplant.

XPeng startet YOYO-Einladungstests für autonome Fahrdienste in China
Eine leere, beleuchtete Stadtstraße in Guangzhou bei Dämmerung, die den urbanen Raum für autonome Mobilitätstests darstellt. Illustration mit AI erstellt.

Der chinesische Elektrofahrzeughersteller XPeng treibt den Einstieg in den Markt für autonome Fahrdienste voran. Nach dem Abschluss von mehr als 2.200 internen Testfahrten bis Ende August 2026 vollzieht das Unternehmen den Übergang von der rein technischen Validierung zur schrittweisen Öffnung für externe Fahrgäste.

Unter dem Markennamen XPENG YOYO – im Chinesischen Xiaopeng Youyou – startete am 8. Oktober 2026 die offizielle Plattform samt begleitendem WeChat-Mini-Programm und einer Registrierungsphase per Einladungscode in China.

Schrittweise Öffnung für Passagiere in Guangzhou

Die Erprobung des fahrerlosen Dienstes begann zunächst firmenintern. Bis Ende August 2026 schloss das Unternehmen in Guangzhou über 2.000, nach Firmenangaben teils über 2.200 Testfahrten ab. Beschäftigte konnten die autonomen Fahrzeuge in dieser Phase für einen symbolischen Betrag von 1 RMB (rund 0,14 US-Dollar) pro Fahrt buchen.

Vorausgegangen waren mehrere regulatorische und operative Meilensteine: Im Januar 2026 erhielt XPeng eine Straßentestgenehmigung für Guangzhou, im März folgte die Gründung einer eigenen Robotaxi-Sparte.

Nachdem im Mai das erste Serienfahrzeug vom Band lief und im Juli der Buchungsprozess mit CEO He Xiaopeng als erstem Fahrgast erprobt wurde, erteilten die Behörden im August 2026 die Erlaubnis für fahrerlose Fernüberwachungstests auf ausgewiesenen Straßen verschiedener Klassen.

Mit dem Start des Mini-Programms am 8. Oktober 2026 begann der schrittweise Übergang zu öffentlichen Nutzertests. Am 10. Oktober 2026 öffnete das Unternehmen die Registrierung für Nutzer per Einladungscode, worauf begrenzte öffentliche Tests in Guangzhou folgten. Nach Unternehmensberichten schaltete XPeng zudem eine Rekrutierungsseite für externe Tester auf seiner offiziellen Webpräsenz frei.

Kamerasysteme und dreigliedriges Erlösmodell

Technologisch setzt XPeng bei der L4-Autonomie auf einen reinen Kameraansatz ohne den Einsatz von Lidar-Sensoren oder hochauflösenden Karten. Das System stützt sich auf das KI-Modell VLA-2.0 und vier hauseigene Turing-AI-Chips, die gemeinsam eine Rechenleistung von 3.000 TOPS bereitstellen.

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Der Übergang von der internen Validierung zur Einladungsphase markiert den Schritt, an dem sich zeigt, ob ein Robotaxi-Geschäftsmodell trägt. Wer den Zeitplan für die Marktreife einschätzen will, braucht die Meilensteine und die Erlöslogik im Zusammenhang. Kostenlose Robotaxi-Analyse anfordern

Die Latenzzeit liegt laut Unternehmensangaben unter 80 Millisekunden, flankiert von einer sechsstufigen Redundanzarchitektur. Als Basisfahrzeug dient der SUV Xpeng GX, der in China ab 399.800 Yuan (rund 56.230 US-Dollar) angeboten wird und über verschiedene Innenraumkonfigurationen mit fünf bis sieben Sitzen verfügt.

Im operativen Betrieb verzichtet der Hersteller auf den Aufbau einer eigenen Flottenlogistik und den Linienbetrieb. CEO He Xiaopeng definierte stattdessen drei zentrale Erlösquellen: den direkten Verkauf der Fahrzeuge, Betriebsservices für aktive Flotten sowie Provisionsbeteiligungen mit lokalen Partnern, die auch die Betriebslizenzen halten. Als erster globaler Partner für das geplante Robotaxi-Softwarepaket wurde die Alibaba-Tochter Amap vorgestellt.

Ausblick auf den Regelbetrieb ab 2027

Für das Gesamtjahr 2026 plant XPeng zunächst kleinere Demonstrationsbetriebe in Guangzhou. Der vollständige fahrerlose Regelbetrieb mit Passagieren wird für 2027 angestrebt; dafür sind ein dediziertes Robotaxi-Modell sowie drei speziell entwickelte Modellvarianten vorgesehen.

He Xiaopeng rechnet auf Fahrzeugebene frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2027 mit dem Erreichen der Gewinnschwelle im Raum Guangzhou. Entscheidend sei dabei die lokale Fahrzeugdichte und weniger die absolute Flottengröße.

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Ein reiner Kameraansatz ohne Lidar und ohne hochauflösende Karten senkt die Hardware-Kosten pro Fahrzeug — verschiebt aber das Risiko in die Software und die Redundanzarchitektur. Diese Analyse vergleicht beide Technologiepfade und zeigt, welche Annahmen die Bewertung tragen. Technologie-Vergleich jetzt sichern

Während Gespräche über Partnerschaften für internationale Märkte im Nahen Osten, Südostasien und Europa bereits angelaufen sind, ist ein Robotaxi-Start in der DACH-Region bislang nicht bestätigt.

In Deutschland konzentriert sich das Unternehmen im Automobilvertrieb zusammen mit der Handelsgruppe Emil Frey auf den Aufbau von bis zu 110 Verkaufsstandorten. Konkrete Termine für eine breite kommerzielle Freigabe ohne Einladungscode nannte das Unternehmen noch nicht.

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