Xuanji, BYD

Xuanji A3: BYD stellt ersten 4-Nanometer-Chip für autonomes Fahren vor

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 18:32 Uhr, Redaktion boerse-global.de

BYD präsentiert mit dem Xuanji A3 einen leistungsstarken Eigenbau-Chip für autonomes Fahren und unterstreicht seine vertikale Integration.

BYD Xuanji A3: Chinas erster 4nm-Chip für autonomes Fahren
Nahaufnahme eines futuristischen 4nm-Autonomie-Chips mit leuchtend blauen Schaltkreisen, integriert in ein Fahrzeugarmaturenbrett. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Xuanji A3, der Ende Mai 2026 vorgestellt wurde, ist der erste in China entwickelte 4-Nanometer-Chip für autonomes Fahren. Es handelt sich um den 567. Automotive-Chip aus eigener Fertigung – ein klares Signal für die vertikale Integration des Konzerns.

Technische Daten: Rechenpower für die Zukunft

Der Xuanji A3 wurde speziell für autonome Fahrfunktionen der Stufen L3 und L4 entwickelt. Die technischen Eckdaten können sich sehen lassen: Der Chip basiert auf einem 4nm-Prozess, verfügt über eine 16-Kern-CPU-Architektur und erreicht eine Speicherbandbreite von 273 Gigabyte pro Sekunde. In einer Drei-Chip-Konfiguration liefert das System eine Rechenleistung von über 2100 TOPS (Billionen Operationen pro Sekunde).

Doch es geht nicht nur um rohe Power. BYD betont die Effizienzgewinne: Der Stromverbrauch pro Einheit liege 20 Prozent unter dem der Konkurrenz, die Rechenauslastung habe sich verdoppelt. Das ist besonders für Elektrofahrzeuge relevant, bei denen jeder Watt zählt.

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Vom Chip zum fertigen Auto: BYDs Alleinstellungsmerkmal

BYD ist derzeit der einzige Autohersteller, der eine vollständige Chip-Fertigungskette betreibt. Das Unternehmen unterhält vier Forschungs- und Entwicklungszentren sowie fünf Wafer-Fabriken. Herzstück ist eine 12-Zoll-Wafer-Fabrik in Chengdu – die größte ihrer Art in China.

Die Investitionen in diese Infrastruktur sind gewaltig: Über 100 Milliarden Yuan (rund 13 Milliarden Euro) will BYD in Forschung und Entwicklung stecken. Ziel ist die Strategie „Intelligentes Fahren für alle" – hochautomatisierte Fahrfunktionen sollen zur Serienausstattung werden.

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„Gottes Auge" und eine neue Haftungsidee

Der neue Chip ist eng mit dem Fahrerassistenzsystem „God's Eye" (Tianyan) verknüpft. Die B-Serie dieses Systems ist inzwischen in allen Modellen verfügbar. Für Fahrzeuge mit der C-Serie gibt es ein Upgrade-Paket für rund 12.000 Yuan (etwa 1.550 Euro).

Besonders interessant: BYD führt eine Art Hersteller-Haftung für autonome Fahrfunktionen ein. Neukunden der Systeme God's Eye A und B erhalten eine einjährige Haftpflichtdeckung für den Stadtverkehr. Damit will der Konzern die rechtlichen Unsicherheiten rund um höhere Autonomiestufen adressieren – ein Novum in der Branche.

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