Zahlungsbetrug: Generation Z zu 46% betroffen â Adyen-Studie
14.06.2026 - 20:55:56 | boerse-global.de
Am 14. Juni wurde ein neuer Fall bekannt: Von einem Aldi-Talk-Konto wurden erneut 12,60 Euro abgebucht. Betroffene Nutzer vermuten eine wiederkehrende Betrugsmasche.
Die VorfĂ€lle reihen sich in ein gröĂeres Problem ein. Eine Studie des Zahlungsdienstleisters Adyen belegt das AusmaĂ. Demnach war in den vergangenen zwölf Monaten jeder vierte Verbraucher in Deutschland von Zahlungsbetrug betroffen. FĂŒr die Untersuchung wurden rund 20.000 Personen in zehn europĂ€ischen LĂ€ndern befragt.
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Generation Z besonders betroffen
Die Zahlen sind alarmierend: In der Altersgruppe der 16- bis 26-JĂ€hrigen gaben 46 Prozent an, bereits Opfer von Betrugsversuchen geworden zu sein. Bei den Babyboomern liegt die Quote dagegen bei nur 9 Prozent.
Deutschland belegt im europÀischen Vergleich den siebten Platz von zehn untersuchten LÀndern. Der durchschnittliche Schaden pro Betrugsfall liegt hierzulande bei 394 Euro. Im Vorjahr waren es noch 763 Euro.
MilliardenschĂ€den durch KI-gestĂŒtzte Angriffe
Die wirtschaftlichen Folgen sind enorm. SchÀtzungen zufolge verloren Verbraucher in Deutschland 2025 rund 10,6 Milliarden Euro durch InternetkriminalitÀt. Mehr als die HÀlfte der erwachsenen Bevölkerung kam bereits mit Betrugsversuchen in Kontakt.
Experten beobachten eine zunehmende Professionalisierung der TĂ€ter. Das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik registriert einen massiven Anstieg von KI-basierten Angriffen. Dazu gehören Voice Cloning und Deepfakes, um IdentitĂ€ten vorzutĂ€uschen.
Viele Betrugsmaschen zielen direkt auf die sensiblen Apps ab, die wir tĂ€glich fĂŒr Zahlungen und Kommunikation nutzen. Experten empfehlen daher gezielte SchutzmaĂnahmen, um WhatsApp, PayPal und Online-Banking auf dem Handy wirksam zu schĂŒtzen. Hier die 5 wichtigsten SchutzmaĂnahmen kostenlos herunterladen
Unternehmen rĂŒsten auf â Verbraucher werden vorsichtiger
Die Wirtschaft reagiert auf die Bedrohung. Laut der Studie setzt bereits fast jedes dritte Unternehmen KI-gestĂŒtzte Systeme zur Betrugsabwehr ein. Auch bei den Konsumenten wĂ€chst das Bewusstsein: 27 Prozent befĂŒrworten die Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Transaktionen.
Die Verunsicherung zeigt Wirkung: 19 Prozent der Verbraucher geben an, wegen der Betrugsgefahr vermehrt in stationÀren GeschÀften einzukaufen. Bei unklaren Abbuchungen von Prepaid-Konten bleibt Kunden oft nur die Reklamation beim Anbieter oder die Sperrung der Dienste.
