Zeitumstellung, Abstand

Zeitumstellung am 25. Oktober: So bleibt der Abstand bei Antibiotika gewahrt

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 07:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Konstante Einnahmeabstände unterstützen die Antibiotikatherapie; Zeitumstellungen und vergessene Dosen erfordern besondere Beachtung.
Ein Glas Wasser auf einem hölzernen Nachttisch in einem hellen, ruhigen Schlafzimmer bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Bei der Einnahme von Antibiotika kommt es im Vergleich zu vielen anderen Arzneimitteln nicht primär auf die feste Uhrzeit auf der Wanduhr an, sondern auf den exakten zeitlichen Abstand zwischen den Gaben.

Darauf wies die Apothekerin Friederike Habighorst-Klemm vom Landesapothekerverband Baden-Württemberg hin. Während bei zahlreichen Standardpräparaten eine leichte zeitliche Verschiebung tolerierbar bleibt, erfordert eine antibakterielle Therapie die Einhaltung stabiler Wirkstoffspiegel im Organismus.

Zeitintervalle statt starrer Uhrzeiten

Wird ein Antibiotikum einmal täglich verordnet, liegt das ideale Einnahmeintervall bei 24 Stunden. Bei einer zweimal täglichen Verabreichung beträgt der zeitliche Abstand rund 12 Stunden, bei einer dreimaligen Gabe etwa 8 Stunden.

Besondere Aufmerksamkeit erfordern Phasen wie die Umstellung auf die Winterzeit, bei der die Uhren in der Nacht um eine Stunde zurückgestellt werden. In solchen Situationen richtet sich die Einnahme nach der Zeitspanne seit der letzten Tablette und nicht nach der veränderten Uhrzeit.

Als generelle Orientierung empfiehlt Habighorst-Klemm, die Intervalle zwischen den einzelnen Dosen keinesfalls zu verlängern, sondern im Zweifelsfall eher geringfügig zu verkürzen. Hintergrund ist, dass sich Bakterien bei einem zu stark abfallenden Wirkstoffspiegel rasch wieder vermehren können.

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Bei Fernreisen mit einer Zeitverschiebung von mehr als zwei Stunden sei eine schrittweise Anpassung der Intervalle ratsam, gegebenenfalls unterstützt durch eine pharmazeutische Beratung. Zudem gebe es keine universellen Pauschalregeln, weshalb die Verordnung der behandelnden Praxis und die Packungsbeilage stets maßgeblich bleiben.

Einflüsse durch Zeitumstellung und App-Steuerung

Das Verbraucherschutzforum Berlin betonte bezüglich der Zeitumstellung in der Nacht vom 24. auf den 25.10.2026, bei der die Uhren um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückspringen, dass zwischen Vorgaben wie dreimal täglich und festen Intervallen wie alle acht Stunden unterschieden werden müsse.

Eine einmalige zeitliche Verschiebung um eine Stunde sei bei den meisten Arzneimitteln medizinisch nicht bedeutsam. Liegt die Einnahme jedoch beispielsweise um 20 Uhr Sommerzeit und die nächste um 8 Uhr Normalzeit, ergibt sich rechnerisch ein Abstand von 13 Stunden.

Dosen dürfen keinesfalls eigenmächtig zusammengelegt, verdoppelt oder ausgelassen werden. Bei Arzneimitteln mit enger therapeutischer Breite, etwa bei Epilepsie, Parkinson oder Kortisonbehandlungen, sind genaue Vorgaben strikt einzuhalten. Zudem können elektronische Erinnerungshelfer oder Smartphone-Apps je nach Programmierung entweder starre Intervalle oder die lokale Uhrzeit nutzen, was eine manuelle Überprüfung der Abstände erfordert.

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Risiken durch Einnahmefehler und Resistenzen

Zu den häufigsten Fehlern in der Arzneimitteltherapie gehört nach Angaben der Apothekerin Evita L?rmane von der M?ness aptieka die unregelmäßige Anwendung von Medikamenten oder das Absetzen, sobald die ersten Beschwerden nachlassen.

Wird eine verordnete Antibiotikatherapie vorzeitig beendet oder fehlerhaft durchgeführt, steigt das Risiko für die Entstehung bakterieller Resistenzen signifikant. Eine unkorrekte Einnahme kann zudem Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Hautausschläge oder Störungen der Darmflora begünstigen.

Für eine sichere Anwendung sollte die Einnahme grundsätzlich mit ausreichend Wasser erfolgen. Getränke wie Milch, Kaffee oder Alkohol sowie Mineralstoffpräparate mit Kalzium oder Eisen können die Wirkstoffaufnahme behindern und erfordern zeitliche Abstände.

Wurde eine Einnahme vergessen, sollte diese zeitnah nachgeholt werden; steht der nächste reguläre Einnahmezeitpunkt jedoch bereits kurz bevor, wird die vergessene dänische Dosis ausgelassen und die Therapie planmäßig fortgesetzt.

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