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Zenith Bank: Kundendaten gestohlen, Phishing-Welle droht

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 10:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Unbefugte erlangten bei Zenith Bank Zugriff auf Kundenkontaktdaten. Die Bank betont, dass Finanzdaten und Kernsysteme nicht betroffen sind.

Zenith Bank: Kundendaten-Leak bei nigerianischer Großbank – Kernsysteme sicher
Leuchtende Server-Racks in einem abgedunkelten Rechenzentrum, die Cybersicherheit und digitale Infrastruktursicherheit symbolisieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die nigerianische Großbank Zenith Bank meldet einen Sicherheitsvorfall: Unbefugte haben sich Zugang zu einem begrenzten Datensatz mit Kundenkontaktdaten verschafft. Betroffen sind E-Mail-Adressen und Telefonnummern. Der Vorfall wurde am 4. August 2026 entdeckt.

Kernsysteme nicht betroffen

Die Bank betont, dass die zentrale Bankinfrastruktur und die digitalen Plattformen sicher und voll funktionsfähig seien. Sensible Finanzdaten wie Kontostände, Passwörter, PINs, Einmalpasswörter (OTPs) und Kartentransaktionsdaten seien bei dem Vorfall nicht kompromittiert worden.

Nach der Entdeckung des unbefugten Zugriffs aktivierte das Institut umgehend seine Sicherheitsprotokolle und leitete eine umfassende Untersuchung ein. Der Bankbetrieb läuft ohne Unterbrechung weiter.

Warnung vor Phishing

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Die Zenith Bank warnt ihre Kunden eindringlich vor Phishing-Versuchen, die die gestohlenen Kontaktdaten ausnutzen könnten. Betrüger könnten versuchen, sich als Bank auszugeben und über E-Mail oder SMS an weitere Informationen zu gelangen.

Branchenweiter Trend

Der Vorfall reiht sich ein in eine Welle globaler Cyberangriffe auf Finanzinstitute, Telekommunikationsunternehmen, Energieversorger und Gesundheitssektor. Sicherheitsexperten von Check Point verzeichnen einen Anstieg von 115 Prozent bei Angriffen auf den Finanzsektor im vergangenen Jahr. Mehr als 35 Organisationen seien in jüngsten Kampagnen betroffen gewesen.

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Für die nigerianische Bankenbranche ist es nicht der erste Vorfall dieser Art: Bereits im März wurden mehrere Institute wie Sterling Bank, Providus Bank und die Zahlungsplattform Remita angegriffen. Auch die GTBank meldete im August 2024 einen ähnlichen Sicherheitsvorfall.

Die nigerianische Zentralbank hatte Finanzinstitute wiederholt vor der erhöhten Bedrohungslage gewarnt. Nun kündigten die Behörden eine Untersuchung der wiederkehrenden Angriffswellen an.

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