Ziegenmilch, Neurodermitis-Risiko

Ziegenmilch: Neurodermitis-Risiko bei Babys um 64 Prozent gesenkt

03.07.2026 - 17:10:04 | boerse-global.de

Neue Forschung belegt: Bestimmte Nahrungsmittel können Krankheitsrisiken senken und Therapieverläufe verbessern. Experten fordern mehr Integration.

Ernährungsstudien: Ziegenmilch und Flavonoide senken Krebsrisiko
Ziegenmilch - Ein Babyhändchen berührt eine Flasche Ziegenmilch-Säuglingsnahrung, mit verschwommenem Hintergrund aus Obst und Gemüse. 03.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Sowohl bei Säuglingen als auch bei Krebspatienten zeichnet sich ein klares Bild ab.

Ziegenmilch senkt Neurodermitis-Risiko um 64 Prozent

Die GIraFFE-Studie untersuchte 2.132 Säuglinge. Das Ergebnis: Ziegenmilch-Formulanahrung verhindert bei Risiko-Kindern wirksam Neurodermitis. Bei Babys mit familiärer Vorbelastung sank das Risiko um 64 Prozent.

Allerdings erreichte die Studie ihren primären Endpunkt nicht. Die Gesamtinzidenz lag in beiden Gruppen bei 11,6 pro 100 Personenjahre. Zudem beobachteten Forscher unter Ziegenmilch häufiger Magen-Darm-Beschwerden. Das Wachstum der Kinder blieb unbeeinflusst.

Flavonoide schützen vor Brustkrebs

Eine Auswertung der UK Biobank mit über 93.000 Frauen liefert klare Daten. Ein hoher Flavodiet Score senkt das Brustkrebsrisiko um 15 Prozent. Besonders stark profitieren Frauen mit hohem genetischen Risiko.

Die schützende Wirkung liefern vor allem Äpfel, Orangen, Beeren, Tee, Zwiebeln und Bitterschokolade. Entscheidend sind Flavonone und Proanthocyanidine.

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Olivenöl und Pflanzenkost verändern den Krankheitsverlauf

Die Moli-sani-Studie mit 11.000 Frauen belegt: Mehr als drei Esslöffel Olivenöl täglich senken das Risiko für aggressive Brustkrebsarten. Die Daten stammen aus dem Jahr 2025.

Noch deutlicher sind die Effekte bei bestehenden Erkrankungen. Prostatakrebs-Patienten über 65 Jahre hatten bei pflanzenbasierter Ernährung ein um 47 Prozent niedrigeres Progressionsrisiko. Bei Darmkrebs im Stadium III sank das Sterberisiko um 42 Prozent, das Rückfallrisiko um 31 Prozent.

Neue Therapieansätze und Standards gefordert

Neben der Ernährung rücken medikamentöse Synergien in den Fokus. Eine Analyse von Penn Medicine mit über 110.000 Patienten zeigt: GLP-1-Präparate könnten die Brustkrebs-Inzidenz um bis zu 35 Prozent senken. Experten warnen jedoch: Die Wirkstoffe sind nicht zur Krebsprävention zugelassen.

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In Österreich fordert ein Weißbuch die verbindliche Integration der medizinischen Ernährungstherapie in die Onkologie. Bis zu 40 Prozent der Krebspatienten leiden an Mangelernährung. Flächendeckende Screenings und multiprofessionelle Teams sollen die Heilungschancen verbessern.

Die Mikrobiom-Forschung liefert weitere Ansätze. Das Projekt PerMiCCion der Uni Jena und des Leibniz-HKI sucht nach onkogenen Bakterienmustern. Ziel: Darmkrebs-Früherkennung durch Analyse der 30 Billionen Darmbakterien präzisieren.

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