Zscaler, IBM und Red Hat: Allianz soll private Apps vor Zero-Day-Angriffen schützen
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 23:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Cloud-Sicherheitsunternehmen Zscaler hat eine strategische Zusammenarbeit mit IBM und Red Hat bekannt gegeben. Die Kooperation zielt darauf ab, private Unternehmensanwendungen in der kritischen Zeitspanne zwischen dem Bekanntwerden einer Sicherheitslücke und der Bereitstellung eines offiziellen Software-Patches abzusichern.
Zu diesem Zweck soll Zscalers Sicherheitslösung Autonomous Application Shield künftig mit der Technologie Lightwell von IBM und Red Hat kombiniert werden.
Automatisierter Schutz vor Zero-Day-Gefahren
Im Rahmen der Allianz wird der Autonomous Application Shield auf der Plattform Zero Trust Exchange von Zscaler mit Lightwell verzahnt. Während Zscaler Anwendungsrisiken kontinuierlich analysiert und versuchte Angriffe direkt im Datenstrom blockiert, stellt Lightwell validierte Quellcode-Korrekturen für betroffene Open-Source-Software bereit. Die Schutzmaßnahmen sollen nach Angaben der Unternehmen anwendungsspezifisch, inline und in Echtzeit greifen.
Hintergrund der Partnerschaft ist die zunehmende Geschwindigkeit, mit der Cyberangriffe ausgeführt werden. Laut der Sicherheitsstudie Mandiant M-Trends 2026 ist die mittlere Zeit bis zur Ausnutzung einer Schwachstelle unter null gefallen. Demnach erfolgen Angriffe vermehrt bereits, bevor überhaupt ein öffentlicher Patch der Softwarehersteller zur Verfügung steht.
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Der Autonomous Application Shield befindet sich derzeit in einem Early-Access-Programm. Verfügbarkeit, Funktionsumfang sowie der genaue Zeitplan der gemeinsamen Integrationslösung können sich nach Angaben der beteiligten Unternehmen noch ändern.
Kursplus an der New Yorker Börse
Die Ankündigung der Zusammenarbeit zum Schutz privater Unternehmensanwendungen vor KI-gestützten Cyberbedrohungen stieß am Finanzmarkt auf eine positive Resonanz. An der New Yorker Börse schloss die Aktie von Zscaler bei 204,62 US-Dollar, was einem Tagesgewinn von 8,02 US-Dollar beziehungsweise 4,08 Prozent entsprach.
Trotz des jüngsten Kursanstiegs bleibt das Unternehmen nach Angaben der Finanzanalyseplattform GuruFocus unprofitabel. Die Plattform weist für Zscaler ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 9,41 aus, während der historische Median bei 18,94 liegt.
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GuruFocus bewertet das Unternehmen mit einem Score von 76 von 100 Punkten und beziffert den fairen Wert je Aktie auf 295,97 US-Dollar. Gemessen an einem von GuruFocus ermittelten Kursstand von 196,60 US-Dollar stuften die Analysten das Papier als um 33,6 Prozent unterbewertet ein.
