Iran, Schweiz

Iran: Verhandlungen mit USA wohl Donnerstag in Genf

22.02.2026 - 20:06:57 | dpa.de

Die USA haben mit ihrer verstĂ€rkten PrĂ€senz im Nahen Osten den Druck auf den Iran massiv erhöht. Der iranische Außenminister zeigt sich mit Blick auf die Verhandlungen mit den USA nun zuversichtlich.

Irans Außenminister Araghtschi stellt eine Verhandlungsrunde mit den USA am Donnerstag in Aussicht.  - Bild: Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa
Irans Außenminister Araghtschi stellt eine Verhandlungsrunde mit den USA am Donnerstag in Aussicht. - Bild: Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat im Konflikt um das umstrittene Atomprogramm des Landes eine weitere Verhandlungsrunde mit den USA in wenigen Tagen in Aussicht gestellt. «Ich gehe davon aus, dass wir bei unserem erneuten Treffen an diesem Donnerstag in Genf einen tragfĂ€higen Text ausarbeiten und rasch zu einer Einigung kommen können», sagte Araghtschi dem US-Sender CBS News. 

Er zeigte sich zuversichtlich, dass ein besserer Deal als das Wiener Atomabkommen von 2015 möglich sei. Es gebe Elemente, die deutlich ĂŒber die damalige Vereinbarung hinausgehen könnten. Ein solches Abkommen könne unter anderem die friedliche Natur des iranischen Atomprogramms garantieren und zugleich eine Aufhebung der Sanktionen ermöglichen, so der iranische Chefdiplomat. 

Iran verlangt Aufhebung westlicher Sanktionen

Die USA und Israel haben bislang vom Iran die vollstĂ€ndige Aufgabe seines Atomprogramms und insbesondere eine Null?Urananreicherung gefordert. Teheran ist jedoch lediglich bereit, den derzeitigen Anreicherungsgrad von 60 Prozent zu senken, um zu bekrĂ€ftigen, dass sein Nuklearprogramm friedlichen Zwecken dient und das Land – anders als im Westen befĂŒrchtet – nicht an Atomwaffen arbeitet. Im Gegenzug verlangt der Iran die Aufhebung der westlichen Sanktionen.

Finden beide Seiten keinen Kompromiss, droht eine militÀrische Eskalation. Angesichts der anhaltenden Unruhen im Iran könnte ein solcher Konflikt auch innenpolitische Folgen haben. Teile der iranischen Opposition hoffen danach sogar auf einen Machtwechsel.

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff sagte in einem am Samstag ausgestrahlten Interview im Sender Fox News, US-PrÀsident Donald Trump sei «neugierig», warum der Iran auch unter dem militÀrischen Druck, den die USA in der Region mit mehr PrÀsenz aufgebaut haben, noch nicht «ich will nicht das Wort kapitulieren sagen, aber warum sie nicht kapituliert haben». Araghtschi ging am Sonntagabend in einem Post auf der Plattform X darauf ein und schrieb: «Neugierig, warum wir nicht kapitulieren? Weil wir IRANER sind.»

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