DĂ€nemark, Parlament

Frederiksen bleibt: DĂ€nemark bekommt Vier-Parteien-Regierung

01.06.2026 - 23:13:01 | dpa.de

Durchbruch nach langen Regierungsverhandlungen in DĂ€nemark: Sozialdemokratin Mette Frederiksen hat sich mit drei anderen Parteien auf eine Koalition geeinigt. Damit bleibt sie Regierungschefin.

Die Sozialdemokratin Mette Frederiksen kann Regierungschefin in DĂ€nemark bleiben. (Archivbild) - Bild: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa
Die Sozialdemokratin Mette Frederiksen kann Regierungschefin in DĂ€nemark bleiben. (Archivbild) - Bild: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa

DĂ€nemark bekommt eine neue Links-Mitte-Regierung aus vier Parteien unter der bisherigen sozialdemokratischen MinisterprĂ€sidentin Mette Frederiksen. Fast zehn Wochen nach der Parlamentswahl teilte sie König Frederik X. am spĂ€ten Abend mit, eine Koalition aus Sozialdemokraten, sozialistischer Volkspartei (SF), der linksliberalen Radikale Venstre und der Partei Moderaterne der politischen Mitte bilden zu wollen. «Ihre MajestĂ€t der König hat die geschĂ€ftsfĂŒhrende MinisterprĂ€sidentin Mette Frederiksen daraufhin aufgefordert, eine solche Regierung zu bilden», hieß es in einer Mitteilung des dĂ€nischen Hofs.

Die vier Parteien haben im dĂ€nischen Parlament zusammen 82 Sitze. FĂŒr eine Mehrheit sind 90 Sitze nötig. Eine Minderheitsregierung ist in DĂ€nemark normal - sie darf nur keine Mehrheit gegen sich haben. Damit das der Fall ist, benötigt die neue Regierung die UnterstĂŒtzung beispielsweise der elf Mandate der linken Partei Enhedslisten. Die Partei kĂŒndigte am Abend auf Facebook an, «morgen große Neuigkeiten fĂŒr DĂ€nemark» zu haben. 

Dritte Amtszeit fĂŒr Sozialdemokratin Frederiksen

FĂŒr Frederiksen ist es nach 2019 und 2022 die dritte Amtszeit. Sie hatte zunĂ€chst wochenlang erfolglos mit diversen Parteien ĂŒber eine Regierungsbildung verhandelt, nachdem die Parlamentswahl keine eindeutige Mehrheit fĂŒr eines der politischen Lager ergeben hatte. Zwischenzeitlich hatte der Rechtsliberale Troels Lund Poulsen das Mandat fĂŒr die Koalitionsverhandlungen bekommen, war aber damit auch gescheitert. Seit etwas ĂŒber einer Woche hatte Frederiksen erneut den Hut aufgehabt.

Eine entscheidende Rolle bei den Regierungsverhandlungen hatte erneut der frĂŒhere dĂ€nische MinisterprĂ€sident und bisherige Außenminister Lars LĂžkke Rasmussen mit seiner Mitte-Partei Moderaterne gespielt. Rasmussen hatte mit beiden Lagern gesprochen und die Verhandlungen zweimal platzen lassen. 

An diesem Dienstag will die alte und neue MinisterprÀsidentin Frederiksen eine Regierungsgrundlage prÀsentieren. Am Mittwoch sollen dann die neuen Ministerinnen und Minister dem König vorgestellt werden.

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