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Studie: GesĂŒndere ErnĂ€hrung ist SchlĂŒssel zu weltweiter Agrarwende

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 19:21 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Eine gesĂŒndere und nachhaltigere ErnĂ€hrung weltweit könnte die Landwirtschaft grundlegend verĂ€ndern.

Studie: GesĂŒndere ErnĂ€hrung ist SchlĂŒssel zu weltweiter Agrarwende
MĂ€hdrescher (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Das geht aus einer Studie hervor, die in der Fachzeitschrift "Nature" veröffentlicht wurde. Die Untersuchung, die von der Cornell University geleitet und unter anderem vom Potsdam-Institut fĂŒr Klimafolgenforschung (PIK) unterstĂŒtzt wurde, zeigt, dass eine ErnĂ€hrungswende bis 2050 den Viehbestand verringern und den FlĂ€chenverbrauch senken könnte.

Der letzte Bericht der EAT-Lancet-Kommission aus dem Jahr 2025 stellte fest, dass eine globale EinfĂŒhrung der "Planetary Health Diet" jĂ€hrlich rund 15 Millionen vorzeitige TodesfĂ€lle bei Erwachsenen verhindern könnte. Zudem verursacht das aktuelle ErnĂ€hrungssystem den Forschern zufolge derzeit etwa ein Drittel der menschengemachten Treibhausgasemissionen. Ein internationales Forschungsteam verglich zwei Szenarien bis 2050: ein "Business-as-usual"-Szenario und ein Transformationsszenario mit gesunden ErnĂ€hrungsweisen und reduzierter Lebensmittelverschwendung.

Hermann Lotze-Campen, Leiter der Forschungsabteilung Klimaresilienz am PIK und Co-Autor der Studie, sagte, dass die Fortsetzung des derzeitigen Kurses die teurere Option sei. "Eine wachsende Weltbevölkerung bis 2050 mit gesunder ErnĂ€hrung zu versorgen, wĂŒrde den Gesamtwert der landwirtschaftlichen Produktion in etwa auf dem Niveau von 2020 halten und gleichzeitig die Umwelt- und Gesundheitskosten im Vergleich zu einem Business-as-usual-Szenario senken."

Eine Transformation könnte den Studienautoren zufolge die landwirtschaftliche FlĂ€chennutzung um neun Prozent und den Produktionswert der Tierhaltung um 60 Prozent verringern. "Die gesamte landwirtschaftliche Produktion lĂ€ge um 17 Prozent unter dem Business-as-usual-Szenario, was vor allem auf VerĂ€nderungen in der Viehwirtschaft zurĂŒckzufĂŒhren ist", sagte Hauptautor Matt Gibson.

Die Netto-CO2-Emissionen aus landwirtschaftlich bedingten LandnutzungsĂ€nderungen könnten laut Studie um 76 Prozent sinken. Zugleich wĂŒrden die direkten Methan- und Lachgas-Emissionen aus der landwirtschaftlichen Produktion um ein Drittel zurĂŒckgehen.

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