Großbritannien, Kanada

Nato: EuropÀer und Kanada ersetzen mehr als HÀlfte der US-BeitrÀge

17.06.2026 - 17:59:10 | dts-nachrichtenagentur.de

EuropÀische Staaten und Kanada haben der Nato gemeldet, dass sie im Krisenfall mehr militÀrische FÀhigkeiten bereitstellen wollen als bislang zugesagt.

Nato: EuropÀer und Kanada ersetzen mehr als HÀlfte der US-BeitrÀge
Großbritannien - Nato-Hauptquartier (Archiv) 17.06.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Das berichtet der "Spiegel". Demnach gleichen die bisher vorliegenden Zusagen fĂŒr Kampfjets, Drohnen oder Kriegsschiffe mehr als 50 Prozent dessen aus, was die USA an Waffensystemen der Luftwaffe und Marine dem Nato-Oberbefehlshaber fĂŒr Europa, US-Viersternegeneral Alexus Grynkewich, nicht lĂ€nger bereitstellen wollen.

Ein gutes halbes Dutzend Nato-Partner hat in den vergangenen Wochen neue BeitrĂ€ge fĂŒr das sogenannte Nato-StreitkrĂ€ftemodell angemeldet, hieß es von Diplomaten. Den Großteil der Verpflichtungen hat demnach Großbritannien ĂŒbernommen, wĂ€hrend sich andere große Nato-Partner wie Frankreich und Deutschland mit neuen Zusagen bislang zurĂŒckhalten.

Ein Sprecher Grynkewichs sagte dem Nachrichtenmagazin zu den neuen Zusagen, die Informationen unterlÀgen der Geheimhaltung. Man habe aber seit einer Truppensteller-Konferenz im militÀrischen Nato-Hauptquartier in Mons Anfang Juni eine "starke Reaktion der europÀischen Alliierten und Kanadas" gesehen, BeitrÀge der USA zu ersetzen. In manchen FÀllen hÀtten die EuropÀer und Kanada die bislang von den USA bereitgehaltenen militÀrischen FÀhigkeiten vollstÀndig ersetzt, in anderen Bereichen annÀhernd.

Der Sprecher erklĂ€rte, dass die LĂŒcken trotz der Zusagen noch nicht komplett geschlossen seien. In manchen Bereichen sei "noch weitere Arbeit erforderlich". Grynkewich geht aber davon aus, dass sich dieser Trend mit Nachdruck fortsetzen werde - auch durch zusĂ€tzliche Zusagen von Staaten in weiteren Bereichen des Nato-StreitkrĂ€ftemodells, in denen die Allianz ihre KapazitĂ€ten ausbauen mĂŒsse. Weitere Zusagen wĂŒrden bis zum Gipfeltreffen der Allianz Anfang Juli in der tĂŒrkischen Hauptstadt Ankara erwartet.

Aus Diplomatenkreisen hieß es, Großbritannien habe eine "substanzielle Liste mit militĂ€rischen FĂ€higkeiten" vorgelegt. Die StĂ€ndige Vertretung Großbritanniens bei der Nato ging auf Details nicht ein, teilte dem "Spiegel" aber mit, das Vereinigte Königreich und seine europĂ€ischen VerbĂŒndeten hĂ€tten gezeigt, dass sie es mit der Übernahme grĂ¶ĂŸerer Verantwortung fĂŒr ihre Verteidigung und Sicherheit ernst meinten.

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