Großbritannien, USA

Angeknackste Beziehung: König Charles spricht im US-Kongress

28.04.2026 - 00:30:04 | dpa.de

König Charles III. befindet sich in Washington auf schwieriger diplomatischer Mission - denn die Beziehungen zu den USA waren zuletzt angespannt. Nun bietet sich die Chance, neue Töne anzuschlagen.

  • Charles spricht am Dienstag zum US-Kongress. - Foto: Suzanne Plunkett/PA Wire/dpa
    Charles spricht am Dienstag zum US-Kongress. - Foto: Suzanne Plunkett/PA Wire/dpa
  • Trump und Charles tauschen sich aus. - Foto: Chris Jackson/PA Wire/dpa
    Trump und Charles tauschen sich aus. - Foto: Chris Jackson/PA Wire/dpa
Charles spricht am Dienstag zum US-Kongress. - Foto: Suzanne Plunkett/PA Wire/dpa Trump und Charles tauschen sich aus. - Foto: Chris Jackson/PA Wire/dpa

Trotz angespannter Beziehungen ist das britische Königspaar herzlich in Washington empfangen worden - an Tag zwei wird nun eine Rede von König Charles III. im Kongress erwartet. Außerdem steht neben weiterem Zeremoniell ein bilaterales Treffen zwischen Charles und US-Präsident Donald Trump an. Bei dem Staatsbesuch geht es vor allem um die Frage, inwieweit der König die Wogen in den zuletzt angeknacksten amerikanisch-britischen Beziehungen glätten kann.

Charles ist erst der zweite Monarch nach seiner Mutter Queen Elizabeth II., der vor dem Kongress sprechen wird. Anzunehmen ist, dass er dabei vor allem auf den anstehenden 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit eingehen und die amerikanisch-britischen Beziehungen der letzten Jahrzehnte in den Fokus nehmen wird. Im Raum steht jedoch auch die Frage, inwieweit der König auf die zuletzt aufgetretenen Beziehungsprobleme Bezug nimmt.

Trump gilt als großer Fan des Königs - nicht aber von Starmer

Am Montag waren Charles und Königin Camilla bei strahlendem Sonnenschein am Weißen Haus empfangen worden. Trump und Charles tauschten sich gut gelaunt aus, posierten mit Melania Trump und Camilla für ein Foto. Ein harmonisches Bild, ehe es zum Tee nach drinnen ging.

Der US-Präsident, der als großer Fan der britischen Royals gilt, hatte zuletzt unter anderem wegen der aus seiner Sicht fehlenden Unterstützung im Iran-Krieg immer wieder gegen die britische Regierung gefeuert - vor allem gegen Premierminister Keir Starmer. Im Regierungssitz Downing Street hofft man indes, dass der König das Verhältnis der Verbündeten wieder in eine positive Richtung lenken kann.

Für Charles ist Trump etwa auch wegen dessen offen geäußertem Wunsch, Kanada zum «51. Bundesstaat» machen zu wollen, ein schwieriger Partner. Der Monarch ist auch König von Kanada und damit das offizielle Staatsoberhaupt des Landes.

Oval Office und Staatsbankett

Neben seiner Rede erwarten den König heute auch eine Militärzeremonie und ein Gespräch mit Trump im Oval Office. Geplant ist zudem ein abendliches Bankett. Im Anschluss an die Militärzeremonie soll Trump zudem im Garten des Weißen Hauses eine Rede halten.

Im Laufe der Woche reist das Königspaar weiter nach New York. Dort wollen die Royals unter anderem Rettungskräfte und Angehörige von Opfern der Anschläge vom 11. September 2001 treffen. Letzte Station der USA-Reise ist Virginia, wo Charles und Camilla mit Vertretern der amerikanischen Ureinwohner zusammentreffen wollen.

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