USA, Russland

USA: Russland akzeptiert Sicherheitsgarantien fĂŒr Ukraine

17.08.2025 - 16:57:23 | dpa.de

Nach dem Treffen in Alaska fehlte es an klaren Ergebnissen und Details zu den GesprÀchsinhalten. Nun berichtet der US-Sondergesandte von einem angeblichen ZugestÀndnis von Russland.

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff (rechts) und der russische PrÀsident Wladimir Putin. (Archivfoto) - Foto: Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff (rechts) und der russische PrÀsident Wladimir Putin. (Archivfoto) - Foto: Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Russland ist nach Angaben des US-Sondergesandten Steve Witkoff einverstanden damit, dass die USA und europĂ€ische VerbĂŒndete der Ukraine Nato-Ă€hnliche Sicherheitsgarantien geben. «Wir konnten das folgende ZugestĂ€ndnis gewinnen: Dass die Vereinigten Staaten einen Artikel-5-Ă€hnlichen Schutz bieten können, was einer der eigentlichen GrĂŒnde ist, warum die Ukraine der Nato beitreten möchte», sagte Witkoff dem Sender CNN. 

FĂŒr Kremlchef Wladimir Putin sei ein Nato-Beitritt der Ukraine nicht diskutierbar. «Wir konnten das sozusagen umgehen und eine Vereinbarung erzielen, dass die Vereinigten Staaten einen Schutz Ă€hnlich dem in Artikel 5 bieten könnten.» Die Russen hĂ€tten erstmals so einem Szenario zugestimmt. 

Artikel 5 des Nato-Vertrags regelt, dass die BĂŒndnispartner im Fall eines Angriffs auf die UnterstĂŒtzung der Alliierten zĂ€hlen können und ein Angriff auf ein Mitglied als ein Angriff auf alle gewertet wird. 

Das nun diskutierte Szenario sĂ€he allerdings nicht die Nato im Verteidigungsfall in der Pflicht - stattdessen wĂŒrden die Vereinigten Staaten und die europĂ€ischen LĂ€nder fĂŒr die Sicherheit der Ukraine sorgen, sagte Witkoff dem US-Sender Fox News. 

Details des Vorstoßes unklar

Weiter ins Detail ging Witkoff nicht. Die Ukraine als auch die europĂ€ischen VerbĂŒndeten seien bereits ĂŒber den Vorschlag in Kenntnis gesetzt worden, sagte Witkoff CNN. 

Witkoff zufolge hat Russland zudem die Absicht geĂ€ußert, sich in einem Friedensabkommen zu verpflichten, keine weiteren Gebiete in der Ukraine zu besetzen. Auch sollen keine europĂ€ischen Grenzen ĂŒberschritten werden, sagte er bei Fox News. Witkoff betonte bei CNN, dass sich Russlands erstmals in den Verhandlungen bewege und zu EingestĂ€ndnissen bereit sei. «Jetzt mĂŒssen wir darauf aufbauen und ein Abkommen fĂŒr die Ukrainer erzielen, das ihnen Selbstbestimmung und den Schutz ihrer souverĂ€nen Grenzen ermöglicht.»

Über mögliche Sicherheitsgarantien fĂŒr die Ukraine wurde schon bei den Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau 2022 in Istanbul gesprochen. Nach allem, was darĂŒber bekannt ist, wollte Russland selbst eine der GarantiemĂ€chte sein. Es forderte außerdem fĂŒr den Konfliktfall ein Vetorecht gegen das Eingreifen anderer GarantiemĂ€chte. Dies war weder fĂŒr die Ukraine noch fĂŒr potenzielle westliche GarantiemĂ€chte akzeptabel. Es gilt als ein Grund, warum die Verhandlungen aufgegeben wurden.

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