Israel, Libanon

USA: Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah im Libanon

19.06.2026 - 15:39:11 | dpa.de

Nach US-Angaben einigen sich Israel und die Hisbollah-Miliz auf eine Waffenruhe. Zuvor hatten Gefechte dazu gefĂŒhrt, dass Verhandlungen zwischen Vertretern der USA und des Irans verschoben wurden.

  • In der Nacht und am Freitagmorgen kam es zu gegenseitigem Beschuss zwischen der israelischen Armee und der Schiitenmiliz Hisbollah. - Bild: Leo Correa/AP/dpa
    In der Nacht und am Freitagmorgen kam es zu gegenseitigem Beschuss zwischen der israelischen Armee und der Schiitenmiliz Hisbollah. - Bild: Leo Correa/AP/dpa
  • Die israelische Armee ist im SĂŒdlibanon weiter prĂ€sent. - Bild: Leo Correa/AP/dpa
    Die israelische Armee ist im SĂŒdlibanon weiter prĂ€sent. - Bild: Leo Correa/AP/dpa
  • Trotz des US-Deals mit dem Iran gehen die Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon weiter. (Archivbild) - Bild: Hussein Malla/AP/dpa
    Trotz des US-Deals mit dem Iran gehen die Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon weiter. (Archivbild) - Bild: Hussein Malla/AP/dpa
In der Nacht und am Freitagmorgen kam es zu gegenseitigem Beschuss zwischen der israelischen Armee und der Schiitenmiliz Hisbollah. - Bild: Leo Correa/AP/dpa Die israelische Armee ist im SĂŒdlibanon weiter prĂ€sent. - Bild: Leo Correa/AP/dpa Trotz des US-Deals mit dem Iran gehen die Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon weiter. (Archivbild) - Bild: Hussein Malla/AP/dpa

Israel und die libanesische Hisbollah-Miliz haben sich nach Angaben eines US-Regierungsvertreters auf eine neue Waffenruhe geeinigt. Diese sollte am Freitag um 16.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr/MESZ) in Kraft treten. Der Hisbollah nahe stehende Quellen bestÀtigten die Vereinbarung, Details nannten sie nicht. Eine offizielle Reaktion aus Israel lag zunÀchst noch nicht vor.

Wegen der gegenseitigen Angriffe war zuvor eine fĂŒr Freitag angedachte erste GesprĂ€chsrunde zwischen dem Iran und den USA zur Ausgestaltung des Rahmenabkommens in der Schweiz abgesagt worden. 

Das libanesische Nachrichtenportal Al Mayadeen, das der Hisbollah nahesteht, berichtete unter Berufung auf nicht nÀher genannte iranische Regierungsquellen, Teheran habe an den GesprÀchen wegen der israelischen LuftschlÀge im Libanon zunÀchst nicht teilnehmen wollen.

In iranischen Medien wurde noch kurz vor der angekĂŒndigten Waffenruhe mit einer erneuten Schließung der fĂŒr die Energiewirtschaft wichtigen Straße von Hormus gedroht. Die Durchfahrten durch die Meerenge hatten in den vergangenen Tagen leicht zugenommen.

Israel und Hisbollah werfen sich VerstĂ¶ĂŸe gegen Waffenruhe vor

Israel und die Hisbollah hatten sich gegenseitig vorgeworfen, eine im Rahmenabkommen vereinbarte Waffenruhe gebrochen zu haben. Die israelische Armee griff nach eigenen Angaben in der Nacht und am Freitagmorgen mehr als 150 Stellungen der Hisbollah aus der Luft an. Zuvor habe die Miliz Raketen auf israelische Soldaten im SĂŒdlibanon abgefeuert, schrieb die Armee auf X. Vier israelische Soldaten wurden nach MilitĂ€rangaben getötet. Vier weitere Soldaten wurden bei einem Drohnenangriff verletzt. 

Dem Gesundheitsministerium in Beirut zufolge wurden auf libanesischer Seite 21 Menschen getötet und weitere 39 verletzt. Acht Getötete seien Mitglieder derselben Familie, hieß es in der Mitteilung. 

Netanjahu: Armee soll hart gegen Hisbollah vorgehen

Israels MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu wies die Armee daraufhin an, mit aller HĂ€rte gegen die Hisbollah vorzugehen. Israel werde keine Angriffe auf seine Soldaten oder sein Territorium dulden. Die Hisbollah ihrerseits warf Israel vor, sich zu keinem Zeitpunkt an eine Waffenruhe gehalten zu haben. Sie ist der wichtigste VerbĂŒndete des Irans in der Region. 

Der libanesische PrĂ€sident Joseph Aoun beschuldigte Israel, die BemĂŒhungen um ein Ende der Gewalt zu untergraben und bei seinen Angriffen unschuldige Zivilisten zu treffen.

Rahmenabkommen sieht ein Ende der Gewalt vor

Das vor wenigen Tagen vereinbarte Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA sieht zwar eine umfassende Beendigung der militĂ€rischen Konflikte in der Region vor, enthĂ€lt aber keine Klausel ĂŒber einen Abzug der israelischen Truppen.

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