DÀnemark, Grönland

Trumps Sondergesandter will in Grönland «zuhören und lernen»

18.05.2026 - 12:26:23 | dpa.de

Wenn ein US-Vertreter grönlÀndischen Boden betritt, gerÀt die Insel in Aufruhr. Doch der Sondergesandte Jeff Landry beteuert: Er wolle hier nur Freunde finden. Nehmen die GrönlÀnder es ihm ab?

Der US-Sondergesandte fĂŒr Grönland, Jeff Landry, will eigenen Angaben zufolge auf der Insel Freunde finden. (Archivbild) - Foto: Gerald Herbert/AP/dpa
Der US-Sondergesandte fĂŒr Grönland, Jeff Landry, will eigenen Angaben zufolge auf der Insel Freunde finden. (Archivbild) - Foto: Gerald Herbert/AP/dpa

Der US-Sondergesandte Jeff Landry ist zu einem Besuch auf Grönland eingetroffen. Monate nach einer kurzzeitigen Zuspitzung im Streit ĂŒber BesitzansprĂŒche der USA auf die Arktisinsel will er dĂ€nischen Medien zufolge unter anderem Regierungschef Jens-Frederik Nielsen treffen und an einer Wirtschaftskonferenz teilnehmen. Eingeladen worden sei der US-Vertreter demnach nicht.

Seinen ersten Eindruck von der Insel schilderte er dem Fernsehsender DR nach Ankunft in der bewölkten Hauptstadt Nuuk: «Ich liebe es - es ist großartig.» Angesichts der wiederholten Drohungen von US-PrĂ€sident Donald Trump, sich die Arktisinsel zur Not auch gewaltsam einzuverleiben, sorgen Besuche wie dieser unter Einheimischen fĂŒr Unruhe. Landry schlug jedoch bei DR beschwichtigende Töne an: «Ich bin nur hier, um Beziehungen aufzubauen, zuzuhören, zu lernen und zu sehen, ob es Möglichkeiten gibt, die Beziehungen zwischen den USA, Grönland und DĂ€nemark auszubauen.»

Sondergesandter mit Botschaft von Trump im GepÀck

Auch eine Botschaft von Trump hatte Landry im GepĂ€ck. «Er hat zu mir gesagt: "Reise dorthin und finde so viele Freunde, wie du nur kannst"», sagte der US-Amerikaner. Nach EinschĂ€tzung des dĂ€nischen Grönland-Experten Ulrik Pram Gad nimmt das jedoch nicht die Anspannung aus dem Konflikt. «Das Problem ist, dass es sich wie Druck anfĂŒhlt, selbst wenn sie nette und freundliche Dinge sagen, weil Trumps Agenda damit nicht vom Tisch ist», sagte er DR. Das Image des freundlichen Nachbarn USA habe der PrĂ€sident selbst zerstört.

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