Iran, USA

Medien: US-Generalstabschef sieht Risiken bei Iran-Angriff

23.02.2026 - 23:23:23 | dpa.de

Wird sich Trump fĂŒr einen Angriff gegen Iran entscheiden? Diese Frage beschĂ€ftigt US-Medien seit Wochen, nun berichten sie ĂŒber Warnungen des Generalstabschefs. Auch der PrĂ€sident reagiert darauf.

US-Generalstabschef Caine soll US-PrÀsident Trump laut Medienberichten vor möglichen Risiken eines MilitÀreinsatzes im Iran gewarnt haben. (Archivbild) - Bild: Alex Brandon/ap/dpa
US-Generalstabschef Caine soll US-PrÀsident Trump laut Medienberichten vor möglichen Risiken eines MilitÀreinsatzes im Iran gewarnt haben. (Archivbild) - Bild: Alex Brandon/ap/dpa

US-Generalstabschef Dan Caine hat PrĂ€sident Donald Trump und sein Team Medienberichten zufolge vor möglichen Risiken eines MilitĂ€reinsatzes im Iran gewarnt. Das berichten unter anderem das US-Nachrichtenportal «Axios» und die «Washington Post» unter Berufung auf mit den internen Diskussionen vertraute Quellen. Trump reagierte darauf mit Kritik, ohne dabei ein genaues Medium zu nennen: In den «Fake News Medien» wĂŒrden zahlreiche Berichte kursieren, dass Caine dagegen sei, dass «wir gegen den Iran in den Krieg ziehen», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Die Geschichte sei zu «100 Prozent falsch». 

Was US-Medien berichten

«Axios» zufolge bezieht sich die Warnung des Generalstabschefs insbesondere auf das Risiko, in einen langwierigen Konflikt verwickelt zu werden. Nach Informationen der «Washington Post» sieht Caine in EngpĂ€ssen bei wichtigen Waffen und mangelnder UnterstĂŒtzung durch VerbĂŒndete ein erhebliches Risiko fĂŒr einen Einsatz und fĂŒr US-Personal. Demnach Ă€ußerte der Generalstabschef vergangene Woche seine Besorgnis bei einem Treffen im Weißen Haus mit Trump und dessen Beratern.

Jeder grĂ¶ĂŸere Einsatz gegen den Iran sei nach Caines EinschĂ€tzung mit Herausforderungen verbunden, weil die WaffenbestĂ€nde der USA durch Washingtons UnterstĂŒtzung Israels und der Ukraine geschmĂ€lert worden seien. In Pentagon-Sitzungen habe der Generalstabschef zudem Bedenken zu der Möglichkeit von US-Opfern geĂ€ußert, berichtet die Zeitung. 

Was Trump sagt

Trump betonte in seinem Post, dass Caine genau wie andere US-Vertreter keinen Krieg wolle. Falls allerdings eine Entscheidung fĂŒr ein militĂ€risches Vorgehen gegen den Iran getroffen werde, sei der Generalstabschef der Meinung, dass es leicht sein werde, zu gewinnen. 

Der US-PrĂ€sident hob auch hervor, dass er derjenige sei, der die Entscheidungen treffe. Er bekrĂ€ftige dabei seine bekannte Position, dass er einen Deal mit dem Iran bevorzuge, «aber, wenn wir keinen Deal machen, wird es ein sehr schlechter Tag fĂŒr dieses Land» sein. 

Die USA und der Iran verhandeln derzeit ĂŒber das umstrittene iranische Atomprogramm – greifbare Fortschritte gibt es bislang nicht. An diesem Donnerstag wollen die Vereinigten Staaten US-Regierungskreisen zufolge erneut mit dem Iran in Genf verhandeln.

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