Pressemitteilung, Studie

vbw Pressemitteilung zur Studie „Neue BeschaffungsmĂ€rkte fĂŒr die bayerische Wirtschaft“: Diversifizierte Lieferketten stĂ€rken Resilienz der Unternehmen

02.11.2023 - 10:09:52 | dgap.de

ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Emittent / Herausgeber: ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Schlagwort(e): Sonstiges/Sonstiges


02.11.2023 / 10:09 CET/CEST
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Diversifizierte Lieferketten stÀrken Resilienz der Unternehmen
Brossardt: „StĂ€rkerer Fokus auf SchwellenlĂ€nder als ImportmĂ€rkte nötig“

(MĂŒnchen, 02.11.2023). Eine Vielzahl neuer MĂ€rkte bietet deutschen Unternehmen die Möglichkeit, die Risiken ihrer Lieferketten zu reduzieren und gleichzeitig deren Effizienz zu steigern. Das zeigt eine Studie der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die die Prognos AG erstellt hat. „In fast allen untersuchten Warengruppen zeigt sich derzeit eine große ImportabhĂ€ngigkeit von China. Diese hat zuletzt in vielen kritischen Bereichen weiter zugenommen. Vor dem Hintergrund globaler Krisen und wachsender Unsicherheiten mĂŒssen wir unsere Lieferketten gerade im Einkauf weiter diversifizieren. Dank neuer BeschaffungsmĂ€rkte können unsere Unternehmen den Spagat zwischen Effizienz und Resilienz im Einkauf meistern“, erklĂ€rt vbw HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Bertram Brossardt.

Brossardt weiter: „Unsere Studie ermittelt fĂŒr fast alle der ausgewerteten Warenkategorien neue BeschaffungsmĂ€rkte mit großem Potenzial. Auf der einen Seite werden aufstrebende SchwellenlĂ€nder, wie etwa Indien oder die LĂ€nder SĂŒdostasiens, immer attraktiver. Auf der anderen Seite gibt es eine Reihe hochentwickelter LĂ€nder, die trotz grĂ¶ĂŸerer Distanz oder aufgrund neu entstandener ProduktionskapazitĂ€ten inzwischen echte Alternativen zu bestehenden Importstrukturen darstellen. Dazu gehören vor allem Japan und SĂŒdkorea sowie die USA und Kanada. Eine kontinuierliche ÜberprĂŒfung der internationalen BeschaffungsmĂ€rkte ist ein wichtiges Instrument, um die Produktionsketten und damit die Wertschöpfung unserer Wirtschaft nachhaltig zu stĂ€rken.“

Die Studie „Neue BeschaffungsmĂ€rkte fĂŒr die bayerische Wirtschaft“ wertet die BeschaffungsmĂ€rkte der neun wichtigsten Warengruppen fĂŒr deutsche Unternehmen aus. Die bisherigen Importströme fĂŒr Vorleistungen werden nach Zusammensetzung der LieferlĂ€nder, Weltmarktanteilen und Risikobewertungen analysiert. Zudem gibt es einen Ausblick auf wenig erschlossene MĂ€rkte, die zur Diversifizierung beitragen können. „FĂŒr alle betrachteten Warengruppen zeigt sich ein spĂŒrbarer Anstieg des Importvolumens. Vorleistungen fĂŒr die Chemie sind von 2012 bis 2022 im Wert um 83 Prozent gestiegen, in der Metallerzeugung und -bearbeitung betrug der Anstieg 72 Prozent. Mit 114 Prozent sind elektrische AusrĂŒstungen am stĂ€rksten angestiegen. Das unterstreicht die Notwendigkeit krisenfester Einkaufsstrategien“, erlĂ€utert Brossardt.

Die Analyse der wichtigsten MĂ€rkte fĂŒr deutsche Vorleistungsimporte zeigt den Mehrwert der EuropĂ€ischen Union. „Die LĂ€nder der EU sind mit rund 50 Prozent der Marktanteile die wichtigste Bezugsquelle. Das belegt die StĂ€rke und Relevanz unseres EU-Binnenmarkts“, sagt Brossardt und ergĂ€nzt: „Daneben sind China mit 11 Prozent, die Vereinigten Staaten mit 7 Prozent und die Schweiz mit 4 Prozent sehr wichtige BeschaffungsmĂ€rkte.“

Bei der Warengruppe der chemischen Vorleistungen, die mit 122 Mrd. Euro im Jahr 2022 die Warengruppe mit dem grĂ¶ĂŸten Importvolumen in Deutschland war, ist beispielweise China mit 19 Prozent der wichtigste Beschaffungsmarkt fĂŒr deutsche Unternehmen. „Das risikobehaftete China ist in diesem Bereich zwar das weltweit wichtigste Lieferland, aber mit den USA und SĂŒdkorea gibt es weitere Optionen mit großen Weltmarktanteilen, aus denen deutsche Unternehmen bisher noch wenig beziehen. Vor allem das Freihandelsabkommen zwischen der EU und SĂŒdkorea erleichtert den Marktzugang zu dem starken Chemiestandort“, so Brossardt abschließend.
 
Die vbw Studie „Neue BeschaffungsmĂ€rkte der bayerischen Wirtschaft“ steht hier zum kostenlosen Download zur VerfĂŒgung: https://www.vbw-bayern.de/vbw/Themen-und-Services/Au%C3%9Fenwirtschaft/Auslandsm%C3%A4rkte-Export/Neue-Beschaffungsm%C3%A4rkte-f%C3%BCr-die-bayerische-Wirtschaft-5.jsp

Kontakt: Thomas Hansbauer, Tel. 089-551 78-361, E-Mail: thomas.hansbauer@ibw-bayern.de
 


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