ASML, Hynix

ASML: SK Hynix ordert 8,6 Milliarden Dollar

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 01:53 Uhr, Redaktion boerse-global.de

SK Hynix investiert 8,6 Milliarden US-Dollar in ASML-Maschinen. Der Chipausrüster erholt sich von Kurseinbrüchen, die durch schwache Samsung-Zahlen ausgelöst wurden.

ASML-Aktie: Milliardenauftrag von SK Hynix vor Börsengang
ASML - Abstrakte Darstellung der Halbleiterindustrie mit Mikrochips und leuchtenden Datenströmen, die Wachstum und hohe Investitionen symbolisieren. 09.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Starke Nachfrage, nervöse Märkte. Bei ASML prallen derzeit zwei Extreme aufeinander. Nach einem heftigen Ausverkauf am Dienstag atmen Investoren wieder etwas auf. Die Aktie kletterte am Mittwoch um 1,16 Prozent auf 1.546,40 Euro. Der Auslöser für die Erholung kommt aus Südkorea.

Der Speicherchip-Riese SK Hynix bereitet sein Nasdaq-Debüt für den 10. Juli vor. Passend dazu legte das Unternehmen gewaltige Investitionspläne offen. Rund 8,6 Milliarden US-Dollar fließen bis Dezember 2027 in neue Maschinen von ASML.

Bernstein-Analyst David Dao rechnet mit etwa 30 neuen EUV-Systemen. SK Hynix braucht die Anlagen dringend. Sie wandern in das M15X-Werk für HBM-Chips und den neuen Yongin-Cluster für fortschrittliche DRAM-Speicher. Das Ziel: Die Kapazitäten für KI-getriebene Produkte massiv ausbauen.

Schwacher Vorbote von Samsung

Diesen Rückenwind brauchte der niederländische Anlagenbauer. Erst am Dienstag war die ASML-Aktie im Sog eines branchenweiten Ausverkaufs abgestürzt. Zuvor hatte Samsung Electronics vorläufige Zahlen für das zweite Quartal präsentiert.

Die Südkoreaner meldeten zwar hohe Gewinne. Sie verfehlten aber die extrem hohen Markterwartungen an den KI-Sektor. Das löste eine Kettenreaktion aus. In Asien kam es zu Handelsaussetzungen, in Europa trennten sich Investoren panisch von Chip-Ausrüstern.

Zwischen Rekordaufträgen und China-Risiko

Trotz der jüngsten Volatilität glänzt ASML langfristig. Seit Jahresbeginn steht ein Kursplus von gut 56 Prozent auf der Anzeigetafel. Ein gewaltiger Auftragsbestand von 38,8 Milliarden Euro stützt die mittelfristige Wachstumsstory.

Parallel dazu wachsen jedoch die politischen Spannungen. Regulierer in den USA und der EU planen schärfere Exportverbote. Künftig könnten auch ältere DUV-Anlagen und Serviceverträge betroffen sein. Damit stünden sofort 20 Prozent der geplanten Systemumsätze in China auf dem Spiel.

Die Bewährungsprobe rückt näher

Der Blick richtet sich nun auf den 15. Juli 2026. Dann präsentiert das ASML-Management die Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal. Analysten achten dabei genau auf das Umsatztempo. Das Unternehmen muss beweisen, dass sich der milliardenschwere Auftragsbestand schnell genug in bares Geld verwandelt. Nur ein reibungsloser Produktionsablauf rechtfertigt die aktuell hohe Bewertung.

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