Dax startet vor US-Inflationsdaten kaum verÀndert
10.06.2026 - 09:31:11 | dts-nachrichtenagentur.de"Die Erwartung steigender Leitzinsen in der Eurozone hat nicht nur die Lust der Anleger an Technologieaktien geschmĂ€lert, sondern belastet auch die zyklischen und exportabhĂ€ngigen Titel im Dax", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. "Die Inflationsdaten aus den USA sind daher heute auch auf dem Frankfurter Parkett das meistbeachtete Ereignis des Tages." Sie könnten die Erwartung zementieren, dass die US-Notenbank in der kommenden Woche ihre PrĂ€ferenz fĂŒr bald wieder sinkende Leitzinsen endgĂŒltig aufgebe.
"Mit der Furcht vor einer Zinswende hat sich auch die Anlegerstimmung gedreht", so Stanzl. "Seit den starken Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag wird der weltweite Aktienmarkt von der Renditeseite her unter Druck gesetzt. Der erneute Ausverkauf bei Techaktien gestern ist ein Warnsignal." Vor dem wichtigen SpaceX-Börsengang habe die bei Privatanlegern beliebte Buy-the-Dip-Strategie nicht mehr funktioniert. Die Kurse der Technologieaktien seien auf neue TiefstÀnde gefallen. "Die Sorge wÀchst, dass die Zentralbanken den Geldhahn zudrehen und Anleger noch mehr Kapital aus bereits hoch bewerteten Technologieaktien abziehen könnten."
Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Mittwochmorgen etwas stĂ€rker: Ein Euro kostete 1,1553 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8656 Euro zu haben.
Der Ălpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 91,19 US-Dollar; das waren 26 Cent oder 0,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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