Devisen: Euro gerÀt unter Druck - 'Fed stellt PreisstabilitÀt an erste Stelle'
17.06.2026 - 21:25:35 | dpa.deDie GemeinschaftswÀhrung wurde am Mittwoch im US-Handel zuletzt bei 1,1510 Dollar gehandelt und damit gut einen Cent tiefer als im asiatischen GeschÀft. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1591 (Dienstag: 1,1594) Dollar festgesetzt.
Wegen der Energiekrise und Inflationssorgen infolge des Iran-Kriegs rĂŒhrte die Fed ein weiteres Mal den Leitzins nicht an. Der Zentralbankrat stimmte geschlossen fĂŒr eine erneute Zinspause. Damit bleibt die Spanne zum vierten Mal in diesem Jahr bei 3,5 bis 3,75 Prozent.
Unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh gab es damit nicht die von US-PrĂ€sident Donald Trump geforderte Zinssenkung, was den Dollar entsprechend stĂŒtzte. Zudem rechnet die Fed fĂŒr das laufende Jahr mit einer deutlich höheren Inflation als bislang.
Mit dem neuen Notenbank-PrĂ€sidenten habe sich auch der Wortlaut des Statements verĂ€ndert, schrieb Thomas Altmann, Leiter des Portfoliomanagements von QC Partners. Die Fed des Kevin Warsh stelle die PreisstabilitĂ€t ganz klar an die erste Stelle. Im letzten Statement war Altmann zufolge noch von einem Streben nach PreisstabilitĂ€t die Rede. Jetzt heiĂe es, dass die Fed PreisstabilitĂ€t liefern wird. "In der Sprache der Notenbanker, in der jedes einzelne Wort zĂ€hlt, ist diese VerĂ€nderung ein Quantensprung", sagte Altmann. Auf sinkende Zinsen mĂŒssten Anleger wohl bis zum Jahr 2028 warten.
