Trump, VerlÀngerung

Trump verkĂŒndet VerlĂ€ngerung der Waffenruhe im Libanon

24.04.2026 - 06:11:52 | dpa.de

Die aktuell geltende Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel soll nach Angaben von US-PrÀsident Donald Trump um drei Wochen verlÀngert werden.

Das teilte er nach einem Treffen von Vertretern der verfeindeten NachbarlĂ€nder Israel und Libanon im Weißen Haus auf seiner Plattform Truth Social mit. Die derzeit geltende, zehntĂ€gige Waffenruhe wĂ€re ohne eine VerlĂ€ngerung am spĂ€ten Sonntagabend ausgelaufen.

Die Hisbollah Ă€ußerte sich zunĂ€chst nicht. Sie hatte nach VerkĂŒndung der ersten Waffenruhe offen gehalten, ob sie sich daran halten werde.

Trump kĂŒndigt Treffen mit Netanjahu und Aoun an

"Die Vereinigten Staaten werden mit dem Libanon zusammenarbeiten, um ihm dabei zu helfen, sich vor der Hisbollah zu schĂŒtzen", sagte Trump. Zudem werde er in naher Zukunft den israelischen MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu und den libanesischen PrĂ€sidenten Joseph Aoun empfangen.

Das Treffen im Weißen Haus bezeichnete er als historisch. Seinen Angaben zufolge hatten neben VizeprĂ€sident JD Vance und Außenminister Marco Rubio auch die US-Botschafter in Israel und im Libanon sowie ranghohe Vertreter Israels und des Libanons teilgenommen.

Seltenes Treffen in Washington

Bereits in der vergangenen Woche hatte es in Washington direkte Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon gegeben: Deren Botschafter in den USA kamen im US-Außenministerium zu GesprĂ€chen zusammen - das erste Treffen dieser Art seit Jahrzehnten. Der Libanon will den Einfluss der Hisbollah im Land aber eindĂ€mmen und ist auch keine aktive Konfliktpartei im Krieg der Miliz mit Israel. Libanons Regierung hat den Druck auf die Hisbollah erhöht.

Israel strebt nach Worten Netanjahus ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon an sowie eine Entwaffnung der Hisbollah. Die libanesische Regierung will eine dauerhafte Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem SĂŒden des Landes erreichen. Die Hisbollah weigert sich bisher aber, die Waffen abzugeben, und Israels Truppen sind seit anderthalb Jahren im sĂŒdlichen Libanon stationiert - bisher ohne Aussicht auf einen raschen Abzug. Ein umfassendes Friedensabkommen ist deshalb fraglich.

Waffenruhe auch im Iran-Krieg verlÀngert

Der Krieg im Libanon hĂ€ngt eng mit dem Iran-Krieg zusammen, weil der Iran der wichtigste UnterstĂŒtzer der Hisbollah ist und diese auch im Interesse von oder auf Weisung aus Teheran handelt. Auch im Iran-Krieg hat Trump kĂŒrzlich eine geltende Waffenruhe kurz vor dem Ablaufen einseitig verlĂ€ngert. Die Waffen sollen demnach schweigen, bis die iranische FĂŒhrung mit einem geeinten Vorschlag an den Verhandlungstisch kommt, wie Trump miteiltet. Der Iran Ă€ußerte sich bisher nicht dazu.

Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar liefern sich auch die Hisbollah und das israelische MilitĂ€r eine erneute schwere Konfrontation. Als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten FĂŒhrers Ajatollah Ali Chamenei feuert die Hisbollah seit Anfang MĂ€rz erneut Raketen in Richtung Israel. Dabei gab es dort mehrere Tote. Die israelische Luftwaffe reagierte mit massiven Luftangriffen, bei denen mehr als 2.000 Menschen getötet und etwa 1,2 Millionen vertrieben wurden. Das israelische MilitĂ€r verstĂ€rkte zudem seine PrĂ€senz im SĂŒdlibanon und rĂŒckte dort mit seinen Bodentruppen auch weiter vor, um laut eigenen Angaben gegen die Hisbollah vorzugehen.

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