Aktien, Europa

Aktien Europa: Wenig Bewegung - Warten auf Notenbanken und US-GeschÀftszahlen

27.04.2026 - 11:52:46 | dpa.de

Die Anleger in Europa haben sich am Montag trotz neuer Entspannungssignale im Nahost-Krieg kaum zum Aktienkauf bewegen lassen.

Zu Beginn einer wegweisenden Woche, in der wichtige geldpolitische Entscheidungen sowie eine Flut von US-GeschĂ€ftszahlen inklusive mehrerer US-Techriesen anstehen, ĂŒberwog weiter die Vorsicht.

Gegen Mittag notierte der EuroStoxx 50 EU0009658145 0,29 Prozent höher bei 5.901 Punkten. Damit versuchte sich der Leitindex der Eurozone nach der schwachen Vorwoche immerhin an einer Stabilisierung. Außerhalb des WĂ€hrungsraums kam der britischen FTSE 100 GB0001383545 mit 10.383 Punkte kaum von der Stelle kam. Der Schweizer SMI CH0009980894 zeigte sich mit 13.168 Punkten ebenfalls fast unbewegt.

Die diplomatischen BemĂŒhungen um ein Ende des Iran-Kriegs haben am Wochenende keine Fortschritte gemacht. US-PrĂ€sident Donald Trump sagte eine angekĂŒndigte Reise seiner UnterhĂ€ndler nach Pakistan am Samstag kurzfristig ab - zum zweiten Mal in einer Woche. Er begrĂŒndete dies auch mit einem inakzeptablen Vorschlag des Irans. Die Straße von Hormus bleibt damit fast vollstĂ€ndig geschlossen.

Laut dem US-Nachrichtenportal Axios schlug der Iran den Vereinigten Staaten ein neues Angebot fĂŒr die Öffnung der unter anderem fĂŒr den globalen Öltransport wichtigen Meeresstraße vor. Eine offizielle BestĂ€tigung gibt es jedoch nicht. Der Ölmarkt bleibt skeptisch, da laut dem Bericht der Atomstreit erst spĂ€ter geklĂ€rt werden soll. Gerade dieser ist aber einer der wichtigsten Punkte fĂŒr Washington.

Chef-Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets verwies darauf, dass "die stark gestiegenen Energiepreise ihre Wirkung entfalten und auf das Konsumentenvertrauen in Europa abstrahlen". Dies zeigte zum Wochenstart das deutsche GfK-Konsumklima, das seinen AbwÀrtstrend erneut beschleunigt habe.

Im europĂ€ischen Branchenvergleich blieben die Aktien der Öl- und Gaskonzerne angesichts deutlich anziehender Preise fĂŒr den wichtigen Rohstoff gefragt: Ihr Subindex EU0009658780 im marktbreiten Stoxx Europe 600 EU0009658202 fĂŒhrte die Gewinnerliste an. Damit nĂ€herte er sich weiter seinem Rekordhoch vom 8. April.

Einen Bogen machten die Investoren hingegen um defensive Branchen wie Lebensmittel- und GetrĂ€nkehersteller EU0009658749 sowie die Produzenten von KonsumgĂŒtern CH0019112330. Unter Druck standen auch die zinssensiblen Immobilienwerte CH0043274395, da im derzeitigen Umfeld kaum mit sinkenden Zinsen zu rechnen ist.

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