Israel fliegt neue Angriffe auf Ziele in Teheran und Beirut
17.03.2026 - 06:35:01 | dpa.deIn der Hauptstadt Teheran werde Infrastruktur des iranischen "Terrorregimes" attackiert. Gleichzeitig gebe es Angriffe auf Einrichtungen der vom Iran unterstĂŒtzten Terrororganisation Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut, erklĂ€rte das MilitĂ€r auf der Plattform X. Weitere Einzelheiten nannte die israelische Armee zunĂ€chst nicht.
Der Iran wiederum griff in der Nacht erneut Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Katar und in Saudi-Arabien an. Auch in Israel ertönten wegen iranischer Angriffe am frĂŒhen Morgen mindestens zweimal die Sirenen. Nach jeweils kurzer Zeit wurde der Raketenalarm wieder aufgehoben und Entwarnung gegeben.
Die USA und Israel fĂŒhren seit mehr als zwei Wochen Krieg gegen den Iran und haben in dem Land bereits Tausende Ziele aus der Luft angegriffen. Der Iran greift im Gegenzug sowohl Israel als auch mit den USA verbĂŒndete Golfstaaten mit Raketen und Drohnen an.
Israel verstÀrkt Vorgehen gegen Hisbollah-Ziele
Israels MilitÀr geht inzwischen auch massiv gegen die schiitische Hisbollah-Miliz im nördlichen Nachbarland Libanon vor. Der Einsatz begann infolge von Raketenangriffen aus dem Libanon und beschrÀnkte sich zunÀchst auf Luftangriffe, inzwischen gibt es aber auch EinsÀtze am Boden.
Ein MilitĂ€rsprecher kĂŒndigte am Montagabend an, den Einsatz von Bodentruppen im SĂŒdlibanon auszuweiten. Die Armee mobilisiere weitere Reservisten, sagte Sprecher Effie Defrin. GegenwĂ€rtig seien bereits mehr als 100.000 Reservesoldaten an allen Fronten im Einsatz. Im Libanon besteht die Sorge vor einer groĂangelegten Bodeninvasion Israels mit anschlieĂender Besatzung im SĂŒden des Landes.
Bundesregierung warnt vor Bodenoffensive
Mehrere Staaten, darunter Deutschland, warnten Israel vor einer groĂen Bodenoffensive. "Eine signifikante israelische Bodenoffensive hĂ€tte verheerende humanitĂ€re Folgen und könnte zu einem langwierigen Konflikt fĂŒhren", teilten die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas und des Vereinigten Königreichs in einer ErklĂ€rung mit. "Dies gilt es abzuwenden. Die humanitĂ€re Lage im Libanon einschlieĂlich der anhaltenden Massenvertreibung ist bereits Ă€uĂerst alarmierend."
Durch die jĂŒngste Eskalation des Konflikts sind im Libanon offiziellen Angaben zufolge bereits mehr als eine Million Menschen vertrieben worden. Damit ist jeder sechste Libanese betroffen. Rund 130.000 Menschen seien in NotunterkĂŒnften untergekommen, teilte die Katastrophenschutzeinheit mit.
Die Staats- und Regierungschefs verurteilten in ihrer ErklĂ€rung die Entscheidung der Hisbollah, sich Irans Angriffen auf Israel anzuschlieĂen. "Die Angriffe der Hisbollah auf Israel und ihre gezielten Angriffe auf die Zivilbevölkerung mĂŒssen aufhören, die Hisbollah muss ihre Waffen niederlegen."
Neue iranische Angriffe auf Ziele in Golfstaaten
Der Iran griff in der Nacht auch erneut Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Saudi-Arabien an. Die Emirate schlossen wegen laufender Angriffe kurzzeitig ihren Luftraum.
Die Behörden in Dubai erklĂ€rten, dass es sich bei dem LĂ€rm, der in verschiedenen Stadtgebieten zu hören sei, um AbfangeinsĂ€tze der Luftabwehr handle. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien teilte mit, im Osten des Landes seien mehrere Drohnen abgefangen worden. Im Irak gab es unbestĂ€tigten Medienberichten zufolge neue Angriffe auf die US-Botschaft in Bagdad und einen US-StĂŒtzpunkt in der NĂ€he des Flughafens.
Das MilitĂ€r in Katar wehrte am Morgen einen Raketenangriff ab, wie das Verteidigungsministerium auf X bekanntgab. TrĂŒmmerteile einer abgewehrten Rakete lösten in einem Industriegebiet einen Brand aus, wie das Innenministerium mitteilte. Die Feuerwehr sei vor Ort. Weitere Einzelheiten zu dem Angriff - etwa zur Zahl der abgewehrten Raketen - wurden zunĂ€chst nicht genannt. Erst am Montag hatte der Iran Katar mit 14 ballistischen Raketen und mehreren Drohnen angegriffen.
Angriff auf Tanker im Golf von Oman
Unterdessen meldete die britische Behörde fĂŒr Sicherheit der Handelsschifffahrt, ein Tanker sei vor der KĂŒste des Emirats Fudschaira im Golf von Oman von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Es sei niemand verletzt worden. Das Schiff habe gut 40 Kilometer vor der KĂŒste vor Anker gelegen, hieĂ es.
Das kleine Emirat Fudschaira, das zu den Vereinigten Arabischen Emiraten gehört, liegt sĂŒdlich der StraĂe von Hormus - einer strategisch bedeutsamen Meerenge, die den Zugang zum Persischen Golf bildet.
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