New York Schluss: Verluste verringert - USA will Schiffe schĂŒtzen
03.03.2026 - 22:36:23 | dpa.deZwar konnten die wichtigsten Indizes im Handelsverlauf einen GroĂteil ihrer im Tagesverlauf erlittenen Verluste wieder wettmachen, da die USA einen Schutz fĂŒr Ăltanker signalisiert hatte. Dies verlangsamte den Anstieg der Ălpreise deutlich. Damit drĂŒckten unter dem Strich Wirtschaftssorgen und die Furcht vor insgesamt deutlich steigenden Preisen auf die Stimmung der Anleger. In Europa und Asien sackten die Kurse ab.
Der Dow Jones Industrial US2605661048 hatte zwischenzeitlich seine bislang in diesem Jahr erzielten Gewinne eingebĂŒĂt und war um bis zu 2,6 Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang Dezember gesunken. Zum Handelsschluss stand noch ein Minus von 0,83 Prozent auf 48.501,27 Punkte zu Buche.
Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 verlor 0,94 Prozent auf 6.816,63 ZĂ€hler. FĂŒr den technologielastigen Nasdaq 100 US6311011026 ging es um 1,09 Prozent auf 24.719,50 Punkte nach unten.
Israel hat bei neuen Angriffen auf Teheran wieder den iranischen Machtapparat ins Visier genommen. ĂuĂerungen von US-Regierungsmitgliedern warfen derweil neue Fragen zur BegrĂŒndung der Angriffe auf - insbesondere, ob sich die USA von Israel in den Krieg hineinziehen lassen haben, der schon jetzt Folgen fĂŒr einen groĂen Teil des Nahen Ostens hat.
"Die MĂ€rkte reagieren auf jede Schlagzeile", schrieb Analyst Fawad Razaqzada vom Handelshaus Forx.com. Vieles werde nun davon abhĂ€ngen, ob die Spannungen zurĂŒckgehen - oder ob sich die aktuelle Entwicklung als Beginn einer lĂ€nger anhaltenden Störung der globalen Versorgung mit Rohöl erweist.
Mit etwas Erleichterung nahmen die Anleger zuletzt zur Kenntnis, dass US-PrĂ€sident Donald Trump den vom Iran bedrohten Schiffsverkehr in der StraĂe von Hormus absichern will - auch mit der eigenen Marine. "Falls erforderlich, wird die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die StraĂe von Hormus zu eskortieren", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Um jeden Preis wĂŒrde die USA den freien Fluss von Energie fĂŒr den Rest der Welt sicherstellen.
Aus Branchensicht mieden Anleger zuletzt vor allem Minenbetreiber, nachdem der Goldpreis stark unter Druck gekommen war. Auch der Preis fĂŒr Silber gab deutlich nach. Gestiegene Inflationsgefahren im Zuge der höheren Ăl- und Gaspreise belasten zunehmend die Edelmetallpreise. Die Möglichkeit speziell der US-Notenbank, die Geldpolitik zu lockern, könnte so eingeschrĂ€nkt werden. Ein höheres Zinsniveau wirkt sich tendenziell negativ auf Edelmetalle aus, da sie keine Zinsen abwerfen. Damit sackten Coeur Mining US1921085049 um gut zehn und Newmont US6516391066 um mehr als acht Prozent ab.
Am Dow-Ende verloren die als besonders konjunktursensibel geltenden Aktien des Baumaschinenherstellers Caterpillar US1491231015 fast vier Prozent. Dagegen feierten die Anleger die GeschÀftszahlen und Ausblicke der EinzelhÀndler Best Buy US0865161014 und Target US87612E1064 - die Papiere zogen unter den besten Werten im S&P 500 um jeweils rund sieben Prozent an.
Die Titel des Datenbankmanagementsystem-Spezialisten MongoDB US60937P1066 wurden von einem schwachen Ausblick belastet: Sie brachen um mehr als 22 Prozent ein./la/jha/
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---
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