Experte: US-Autozölle treffen vor allem deutsche Hersteller
02.05.2026 - 16:46:37 | dpa.deDas geht aus Berechnungen des Center Automotive Research (CAR) in Bochum hervor. AuĂerdem ergeben sich demnach weitere Kosten fĂŒr US-Exporte deutscher Autobauer aus der Produktion in anderen EU-LĂ€ndern.
Zwar richtet sich Trumps Vorgehen gegen die EuropÀische Union, CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer sieht aber ganz klar Deutschland im Fokus. "Da die Exporte der auslÀndischen Autobauer in die USA unwesentlich sind, lassen sich die neuen Trump-Zoll-Drohungen auch als der Beginn eines Wirtschaftskriegs gegen Deutschland interpretieren", betonte er.
Die Sonderbelastungen aus den Trump-Zöllen wĂŒrden jedoch nicht vollstĂ€ndig von den Autobauern bezahlt. "Man wird versuchen, einen Teil der Zölle durch Preiserhöhungen auf die KĂ€ufer in den USA "abzuwĂ€lzen"", sagte Dudenhöffer. Die deutschen Autobauer hĂ€tten starke Marken und KĂ€ufer wĂŒrden bei einer Preiserhöhung nicht gleich abspringen.
Wer ist am stÀrksten betroffen?
Die erhöhten Zölle dĂŒrften die Autobauer unterschiedlich treffen, betonte der Experte. Mercedes DE0007100000 und BMW DE0005190003 hĂ€tten groĂe US-ProduktionsstĂ€tten und damit einen gewissen "Zollschutz". Gebaut wĂŒrden in den US-Werken die SUV und diese machten das Gros der VerkĂ€ufe in den USA aus.
Bei Porsche und Audi etwa sehe das anders aus. "Damit dĂŒrften bei beiden die PlĂ€ne zum Bau von Autowerken in den USA beschleunigt werden", sagte Dudenhöffer. Insgesamt mĂŒsse man davon ausgehen, dass von den Trump-Zöllen zusĂ€tzliche Impulse fĂŒr Verlagerungen der Automobilindustrie aus Deutschland heraus ausgehen.
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