Erneut US-Angriffe auf den Iran
Veröffentlicht: 28.06.2026 um 09:19 Uhr, dpa.deMehrere Ziele - darunter Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Ăberwachungsinfrastruktur - seien angegriffen worden, teilte das zustĂ€ndige Regionalkommando Centcom mit. Grund sei ein Angriff des Irans auf einen Frachter gewesen.
Es ist der zweite US-Angriff auf den Iran seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den beiden LĂ€ndern Mitte Juni. Erst in der Nacht zum Samstag hatten die USA gemeldet, iranische Raketen- und DrohnenlagerstĂ€tten sowie kĂŒstennahe Radaranlagen aus der Luft angegriffen zu haben - als Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff am Donnerstag. "Es ist ein gröĂerer Angriff als gestern Abend", sagte ein hochrangiger US-Beamter dem Sender Fox News zu dem jĂŒngsten Vergeltungsschlag.
Am Samstag hatte die britische Behörde fĂŒr Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO mitgeteilt, dass ein Frachtschiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden sei. Die genauen HintergrĂŒnde dieses Vorfalls blieben aber zunĂ€chst unklar. Laut Centcom handelte es sich bei dem Schiff um die unter panamaischer Flagge fahrende "Kiku". Der Tanker sei am Donnerstag in Katar ausgelaufen und auf dem Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate gewesen, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf einen US-Beamten.
Trump droht dem Iran
US-PrĂ€sident Donald Trump zeigte sich auf der Plattform Truth Social verĂ€rgert ĂŒber den Iran. Der US-Angriff sei die Vergeltung fĂŒr einen erneuten VerstoĂ gegen die Waffenruhe seitens des Irans, schrieb er. "Es ist gut möglich, dass sie es nie lernen werden! Es könnte ein Punkt kommen, an dem wir nicht mehr vernĂŒnftig sein können und gezwungen sein werden, das Werk, das wir sehr erfolgreich begonnen haben, militĂ€risch zu vollenden", so Trump weiter.
Der US-PrÀsident drohte erneut Richtung Teheran: "Sollte das geschehen, wird die Islamische Republik Iran nicht mehr existieren!"
Der iranische Staatssender Irib meldete in der Nacht, in einem Dorf bei der Stadt Sirik seien ExplosionsgerĂ€usche zu hören gewesen. Wenig spĂ€ter hieĂ es, Geschosse seien in einen Kommunikationsturm eingeschlagen. Vier Geschosse schlugen laut Irib in AuĂenbezirken der iranischen Hafenstadt Bandar-Lengeh in der Provinz Hormusgan ein. Auch auf der Insel Gheschm in der StraĂe von Hormus soll es demnach EinschlĂ€ge gegeben haben.
