Israels PrĂ€sident verteidigt Angriffe auf iranische Ălfelder
10.03.2026 - 22:19:33 | dpa.deEs handele sich um Ăl, das vom MilitĂ€r gelagert werde und um Ăl, das die iranische Regierung nutze, um damit auch seine Terror-Operationen zu finanzieren, sagte Herzog der "Bild". "Es wird der Kriegsmaschinerie entzogen, weil sie es zur Finanzierung und, sagen wir, zum Schmieren ihrer eigenen Kriegsmaschinerie verwenden."
Am Wochenende hatte Israels Luftwaffe Ăldepots in Teheran bombardiert und in Flammen gesetzt. Experten hatten vor massiven auch langfristigen UmweltschĂ€den gewarnt. Die Weltgesundheitsorganisation warnte vor der Gefahr einer Kontamination von Lebensmitteln, Wasser und Luft.
Herzog sagte, dass es höchste Zeit gewesen sei fĂŒr den israelisch-amerikanischen MilitĂ€reinsatz im Iran, der vor anderthalb Wochen begann. "Wenn wir gewartet hĂ€tten, wĂ€ren wir fast an einen Punkt gekommen, an dem es vielleicht irreversibel gewesen wĂ€re."
Einen konkreten Zeitplan fĂŒr den Krieg nannte Herzog aber nicht: "Die Iraner sind diejenigen, die ĂŒberall in der Region und in der Welt Chaos und Terror verbreiten. Ich denke also, wenn wir alles nur an einem Tachometer messen, kommen wir nicht weiter. Wir mĂŒssen tief durchatmen und zum Endergebnis gelangen." Wenn die iranische Bedrohung eliminiert sei, sei dies wie Sauerstoff fĂŒr Israel: "Wir können ermöglichen, dass das gesamte System in der Region plötzlich wieder atmen und sich weiterentwickeln kann. Das ist fantastisch."
Herzog: "Vielleicht das letzte Kapitel des Kriegs"
Er sagte weiter, er erwarte, der Krieg werde "die gesamte Konfiguration des Nahen Ostens" verĂ€ndern. "Es ist ein zusammenhĂ€ngender Krieg. Er begann am 7. Oktober (2023), und meiner Meinung nach erreichen wir vielleicht das letzte Kapitel des Kriegs", sagte Herzog. Der Einsatz gegen den Iran sei "eine Lektion fĂŒr die Welt". Grausamkeit mĂŒsse man mit viel Anstrengung und StĂ€rke begegnen.
Herzog lobte Bundeskanzler Merz "fĂŒr seine sehr starken und klaren Worte an der Seite Israels". Merz stehe "auch an der Seite Amerikas und der gesamten Koalition, die jetzt im Nahen Osten gegen den Iran kĂ€mpft".
