Linke, Warkens

Linke: Warkens Reformplan dient Arbeitgebern

Veröffentlicht am: 14.04.2026 um 15:59 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Linke im Bundestag ĂŒbt Kritik an den SparplĂ€nen von Gesundheitsministerin Nina Warken fĂŒr die gesetzliche Krankenversicherung.

Fraktionschef Sören Pellmann bemÀngelte, dass es zu höheren Zuzahlungen kommen könnte und die Mitversicherung von Ehegatten eingeschrÀnkt werden solle. "Das alles ist eine Politik im Interesse insbesondere der Arbeitgeberinnen und der Arbeitgeber und gegen die Interessen insbesondere der gesetzlich Krankenversicherten", sagte Pellmann.

Er warb stattdessen fĂŒr eine Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze, aus seiner Sicht der "wirksamste Hebel zu einer nachhaltigen Finanzierung" der gesetzlichen Krankenversicherung. Folge wĂ€ren höhere Beitragszahlungen von Gutverdienern.

Co-Fraktionschefin Heidi Reichinnek forderte Änderungen bei der Vergabe von Arztterminen. Da Privatversicherte oft schneller drankommen als gesetzlich Versicherte, sagte sie: "Wir haben mehrere VorschlĂ€ge, um diese Ungerechtigkeit zu beenden. Unter anderem ganz simpel, dass bei der Vergabe von Terminen die Art der Krankenkasse nicht mehr abgefragt werden darf."

Gesundheitsministerin Warken hatte eine Reihe von KĂŒrzungen vorgeschlagen, um eine MilliardenlĂŒcke in der gesetzlichen Krankenversicherung zu schließen. Grundlage ihres Konzepts sind Empfehlungen einer Expertenkommission.

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