Oracle Aktie: 553 Milliarden RPO-Rekord
30.04.2026 - 22:27:27 | boerse-global.deVolle Auftragsbücher, aber ein schwacher Aktienkurs. Bei Oracle klaffen operatives Geschäft und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der Softwarekonzern sitzt auf einem gigantischen Berg an KI-Aufträgen. Um diese abzuarbeiten, ändert das Management nun radikal die Infrastruktur-Strategie.
Weg vom Stromnetz
Klassische Stromnetze bremsen den Ausbau von Rechenzentren branchenweit aus. Oracle geht deshalb eigene Wege. Für den neuen KI-Campus "Project Jupiter" in New Mexico setzt das Unternehmen auf Brennstoffzellen von Bloom Energy. Diese ersetzen die ursprünglich geplanten Gasturbinen.
Der Campus wird künftig als autarkes Mikronetz betrieben. Die installierte Leistung soll bis zu 2,45 Gigawatt erreichen. Das liefert die nötige Energie für moderne KI-Anwendungen. Obendrein sinkt der ökologische Fußabdruck im Vergleich zu Dieselgeneratoren.
Rekordaufträge treffen auf Skepsis
Die Nachfrage nach Rechenleistung übersteigt das Angebot deutlich. Das zeigt sich in Oracles Büchern. Der Auftragsbestand sprang im dritten Geschäftsquartal auf 553 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 325 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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Ein Großteil davon stammt aus langfristigen Cloud-Verträgen. Die Kehrseite: ein Klumpenrisiko. Allein 300 Milliarden US-Dollar hängen an Cloud-Zusagen für OpenAI. Oracle steuert dagegen und baut seine Partnerschaften mit AWS und Google Cloud aus.
Operativ wächst der Konzern rasant. Der Gesamtumsatz stieg im März-Quartal um 22 Prozent auf 17,19 Milliarden US-Dollar. Das Cloud-Geschäft macht mittlerweile mehr als die Hälfte der Erlöse aus. Konkrete Wachstumstreiber waren:
- Infrastruktur (IaaS): Umsatz stieg um 84 Prozent auf 4,89 Milliarden US-Dollar.
- Multicloud-Datenbanken: Erlöse kletterten um 531 Prozent.
- Nettomarge: Blieb trotz hoher Ausgaben stabil bei 25,3 Prozent.
Hohe Investitionen drücken den Kurs
Um das Wachstum zu stemmen, nimmt Oracle viel Geld in die Hand. Die Investitionsausgaben für das laufende Geschäftsjahr sollen 50 Milliarden US-Dollar erreichen. Die langfristigen Schulden stiegen dadurch auf rund 125 Milliarden US-Dollar. Neue Anleihen plant das Management für 2026 allerdings nicht.
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An der Börse sorgt der hohe Kapitalbedarf zusammen mit den OpenAI-Sorgen für Druck. Die Aktie notiert aktuell bei 138,10 Euro. Damit hat das Papier seit seinem Hoch im vergangenen September knapp 51 Prozent an Wert verloren. Der RSI-Wert von 27,5 signalisiert mittlerweile einen überverkauften Zustand.
Marktbeobachter halten den jüngsten Kursrutsch für übertrieben. Wedbush Securities bewertet die Aktie weiterhin mit "Outperform" und ruft ein Kursziel von 225 US-Dollar auf. Für das vierte Quartal rechnet Oracle mit einem bereinigten Gewinn zwischen 1,96 und 2,00 US-Dollar je Aktie.
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