ROUNDUP, Porsche-Absatz

Porsche-Absatz weiter im Sinkflug - China bleibt Sorgenkind

Veröffentlicht: 09.10.2025 um 09:35 Uhr, dpa.de

Das deutlich schwĂ€chelnde China-GeschĂ€ft sorgt beim Sport- und GelĂ€ndewagenbauer Porsche DE000PAG9113 weiterhin fĂŒr sinkende Absatzzahlen.

In den ersten neun Monaten des Jahres wurden gut 212.500 Fahrzeuge verkauft. Das waren rund sechs Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres, wie das zum VW-Konzern DE0007664039 gehörende Unternehmen in Stuttgart mitteilte. Bereits 2024 war der Absatz der Schwaben um drei Prozent auf rund 310.700 Fahrzeuge gesunken.

In China wurden von Januar bis September knapp 32.200 Wagen ausgeliefert - und damit rund 26 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Als wesentliche GrĂŒnde nannte Porsche die herausfordernden Marktbedingungen und einen intensiven Wettbewerb. Nach frĂŒheren Angaben von Vorstandschef Oliver Blume, der auch den Volkswagen-Konzern fĂŒhrt, ist der Markt fĂŒr teure Luxusprodukte in der Volksrepublik zuletzt förmlich zusammengebrochen. In Deutschland und dem Rest Europas zeigten die Verkaufszahlen ebenfalls nach unten.

Mit gut 64.400 Auslieferungen besser lief es in Nordamerika. Das dĂŒrfte unter anderem noch daran liegen, dass Porsche wegen der US-Zölle zwischenzeitlich Preisgarantien ausgesprochen hatte. Viele Kunden dĂŒrften sich damals noch ein Fahrzeug gesichert haben, bevor diese Regelung nicht mehr galt. Außerdem gab es im Vorjahr Verzögerungen bei der Auslieferung einiger Modelle. Ein Plus verzeichnete der Autohersteller auch in Übersee- und WachstumsmĂ€rkten wie Afrika, Lateinamerika, Australien, Japan und Korea.

Vertriebsvorstand Matthias Becker zufolge ist Porsche bei den Auslieferungen im laufenden Jahr weiterhin robust unterwegs. "Das Niveau entspricht unseren Erwartungen, gerade mit Blick auf anhaltende geopolitische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen", teilt er mit. Auch in Zukunft erwartet der Manager ein herausforderndes Marktumfeld. Mit den vergangenen Produktentscheidungen reagiere man "auf die weltweit unterschiedlichen KundenbedĂŒrfnisse sowie den verzögerten Hochlauf der ElektromobilitĂ€t". Porsche hatte jĂŒngst angekĂŒndigt, wieder stĂ€rker auf Verbrenner zu setzen und E-Auto-PlĂ€ne zu verschieben.

Die Zuffenhausener hatte im vergangenen Jahr mehrere Modellreihen erneuert. Der Kompakt-SUV Macan war das bestverkaufte Modell in den ersten drei Quartalen. Der Sportwagenbauer lieferte davon fast 64.800 StĂŒck aus - das entspricht einem Plus von 18 Prozent. Mehr als die HĂ€lfte entfiel auf die vollelektrische Variante. Bei allen anderen Modellen ging es bergab - unter anderem beim Klassiker 911, dem Panamera und dem vollelektrischen Taycan. Einen Verkaufsknick von 22 Prozent gab es beim bislang auslieferungsstĂ€rksten Modell, dem SUV Cayenne. 23,1 Prozent der verkauften Porsche-Fahrzeuge waren reine Stromer.

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