Studie: 7,2 Millionen Jobs hÀngen an Export in die EU
Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 06:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWSZu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Prognos im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw). Insgesamt hÀnge eine Bruttowertschöpfung von rund 550 Milliarden Euro an der Nachfrage aus anderen EU-LÀndern.
Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2022 - fĂŒr aktuelle Jahre liegen die dafĂŒr nötigen Daten noch nicht vor. Die Bedeutung dĂŒrfte aktuell aber eher zu- als abnehmen. Zuletzt haben die Exporte in die USA und nach China tendenziell nachgegeben, in die EU fĂŒhrten deutsche Unternehmen dagegen mehr aus.
Wichtiger als andere WirtschaftsrÀume
"Im internationalen Vergleich ist die EU fĂŒr Deutschland deutlich wichtiger als andere groĂe WirtschaftsrĂ€ume", betont auch vbw-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Bertram Brossardt. "Sie bietet stabile und verlĂ€ssliche Rahmenbedingungen, deren Bedeutung angesichts wachsender geopolitischer Unsicherheiten weiter zunimmt."
Besonders hohe Wertschöpfung in Deutschland, die auf Nachfrage aus der EU zurĂŒckgeht, gibt es unter anderem im Auto- und Maschinenbau aber auch der Chemie. "SchlĂŒsselindustrien wie der Kraftwagen- und Maschinenbau profitieren nicht nur am stĂ€rksten von der europĂ€ischen Importnachfrage, sondern sind zugleich strukturell eng in europĂ€ische Produktionsnetzwerke eingebettet", heiĂt es in der Studie.
Das setzt die Wirtschaft allerdings auch einer besonders hohen AbhĂ€ngigkeit in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung in den anderen EU-LĂ€ndern aus. Eine wirtschaftliche Stagnation dort wĂŒrde das Bruttoinlandsprodukt bis 2030 um mehr als 20 Milliarden Euro schrumpfen lassen. Besonders stark trĂ€fe dies Autobau, Maschinenbau und Chemie.
Auch die FreizĂŒgigkeit hilft
Die Studie beschĂ€ftigt sich aber nicht nur mit den Auswirkungen der Exportnachfrage, sondern auch denen der FreizĂŒgigkeit im Schengen-Raum. Summiert man deren Effekte fĂŒr GĂŒterverkehr, Tourismus und grenzĂŒberschreitende Pendler aus Deutschland auf, kommen die Forscher auf einen positiven Effekt von 1,5 Milliarden bis 2 Milliarden Euro.
"Die Studie macht deutlich, dass wir die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa verbessern und so unsere WettbewerbsfĂ€higkeit stĂ€rken mĂŒssen", sagt Brossardt. "Der Binnenmarkt muss vollendet werden, indem wir nach wie vor bestehende Handelshemmnisse abbauen. Ein wirtschaftlich starkes Europa sorgt gerade in Deutschland und Bayern fĂŒr Wachstum."
