Studie: Immobilienpreise dĂŒrften 2026 steigen
Veröffentlicht: 01.07.2026 um 12:22 Uhr, dpa.deDer Bankenverband rechnet mit einem Anstieg von drei Prozent in diesem Jahr. Wegen des stockenden Neubaus werde der Bedarf an neuen Wohnungen wohl nur gut zur HÀlfte (58 Prozent) gedeckt. Zudem entstehe Wohnraum teils in schrumpfenden lÀndlichen Regionen, wÀhrend in Ballungszentren Wohnungen fehlten.
Der Druck auf ImmobilienkĂ€ufer ist in den vergangenen Jahren gestiegen, schreibt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seiner Studie. Bundesweit sind demnach die Preise fĂŒr selbstgenutztes Wohneigentum zwischen 2018 und 2025 rund sieben Prozent stĂ€rker gestiegen als die verfĂŒgbaren Einkommen. "FĂŒr viele junge Haushalte bleibt der Erwerb von Wohneigentum schwer erreichbar und ist hĂ€ufig nur mit Erbschaften, Schenkungen oder familiĂ€rer UnterstĂŒtzung realistisch."
Lage fĂŒr KĂ€ufer in vielerorts verschĂ€rft
Besonders in SĂŒddeutschland und im Berliner Umland sind die Immobilienpreise stĂ€rker gestiegen als die Einkommen, zeigt die Analyse. Gleiches gilt fĂŒr den Norden um Hamburg und den Westen rund um Frankfurt sowie Teile von Nordrhein-Westfalen. In weiten Gegenden Ostdeutschlands sind dagegen die verfĂŒgbaren Einkommen stĂ€rker gestiegen als die Preise fĂŒr Wohneigentum.
In Deutschland mĂŒssten die Kaufnebenkosten sinken, damit wieder mehr Familien Wohneigentum kaufen können, fordert der BVR: "Erleichterungen bei der Grunderwerbsteuer sind dafĂŒr dringend nötig - etwa durch einen Freibetrag, einen niedrigeren Steuersatz bei Selbstnutzung oder eine gezielte Freistellung fĂŒr junge Familien", sagte PrĂ€sidentin Marija Kolak.
Kritik ĂŒbte der Verband an der Debatte ĂŒber die Vergesellschaftung groĂer WohnungsbestĂ€nde in Berlin. "Sie schafft keinen zusĂ€tzlichen Wohnraum, verunsichert aber Investoren und finanzierende Banken." So könne sich der Wohnungsmangel verschĂ€rfen und auch jenseits der Hauptstadt Geldgeber davon abhalten, in den Neubau zu investieren.
