ROUNDUP, US-Widerstand

US-Widerstand stoppt Verkauf von Lukoil-AuslandsgeschÀft

Veröffentlicht: 07.11.2025 um 12:35 Uhr, dpa.de

Wegen Widerspruchs aus den USA ĂŒbernimmt der Schweizer EnergiehĂ€ndler Gunvor nicht das AuslandsgeschĂ€ft des sanktionierten russischen Ölkonzerns Lukoil.

PrĂ€sident Donald Trump habe klargestellt, dass der Krieg in der Ukraine sofort enden mĂŒsse, schrieb das US-Finanzministerium im sozialen Netzwerk X. "Solange (Kremlchef Wladimir) Putin mit den sinnlosen Morden weitermacht, wird die Kreml-Marionette Gunvor niemals eine Lizenz erhalten, um zu operieren und Gewinne zu erzielen."

Putin-Vertrauter als FirmengrĂŒnder

Gunvor zog daraufhin sein Kaufangebot vorerst zurĂŒck, wie ein Firmensprecher dem Portal "Politico" sagte. Den Vorwurf der Kreml-Hörigkeit wies er zurĂŒck: Das US-Finanzministerium sei völlig falsch informiert. Gunvor habe sich vor mehr als zehn Jahren von Russland gelöst, habe den Krieg in der Ukraine verurteilt und halte sich an Sanktionen, schrieb die Firma auf X.

Zu den GrĂŒndern von Gunvor gehörte der Putin-Vertraute Gennadi Timtschenko, der seine Anteile aber 2014 verkauft hat.

Um Druck auf Moskau auszuĂŒben, hat Trump Sanktionen gegen die Ölkonzerne Rosneft und Lukoil RU0009024277verhĂ€ngt, die fĂŒr die HĂ€lfte von Russlands Ölexporten stehen. Lukoil versucht seitdem, sein AuslandsgeschĂ€ft zu verkaufen. Es umfasst Hunderte Tankstellen in etwa 20 LĂ€ndern und mehrere Raffinerien. Die Frist fĂŒr eine Trennung von den Auslandsaktiva lĂ€uft bis zum 21. November.

Kreml: Rechte von Lukoil mĂŒssen beachtet werden

Der Einspruch der USA verletze das Regelwerk des Welthandels, kritisierte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. Eine Firma wie Lukoil, und sei sie auch aus Russland, habe international bestimmte Rechte, die geachtet werden mĂŒssten. Peskow verneinte der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge, dass der Sanktionsstreit einen Einfluss auf die GesprĂ€chsprozesse wegen der Ukraine habe.

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