Niedrige, PegelstÀnde

Niedrige PegelstĂ€nde in FlĂŒssen beeintrĂ€chtigen Schifffahrt

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 06:30 Uhr, dpa.de

Viele deutsche FlĂŒsse wie der Rhein, die Elbe oder die Donau sind derzeit von starkem Niedrigwasser betroffen - das hat auch Auswirkungen auf die Schifffahrt.

"Binnenschiffe können derzeit weniger Ladung aufnehmen als bei höheren WasserstĂ€nden", teilt Fabian Spieß, stellvertretender GeschĂ€ftsfĂŒhrer beim Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit.

Auch bei Niedrigwasser fĂŒhre die Binnenschifffahrt aber weiterhin GĂŒtertransporte durch, amtliche Sperrungen durch die Bundeswasserstraßenverwaltung (WSV) gebe es nicht. "Die Schifffahrt fĂ€hrt, solange es sicher möglich ist", betonte Spieß.

Dennoch bestĂ€tigt die WSV Niedrigwasser an zahlreichen Rheinpegeln. Laut der Bundesanstalt fĂŒr GewĂ€sserkunde (BfG) wurde an der Donau in den vergangenen Tagen zudem bereits der niedrigste bisherige Wasserstand gemessen. Der Wasserstand der Elbe lag am Dresdner Pegel am Mittwoch bei 59 Zentimetern - fast 90 Zentimeter unter dem Mittelwert.

Wirtschaftliche Folgen durch Niedrigwasser

Andreas Bartel vom Duisburger Hafen "Duisport" bestĂ€tigt die durchs Niedrigwasser entstandenen Probleme fĂŒr die Schifffahrt. "Die Folge sind geringere Transportmengen pro Schiff und damit steigende Transportkosten entlang der Lieferkette."

Gleichzeitig fĂŒhre die reduzierte Auslastung dazu, dass fĂŒr die gleiche Warenmenge mehr Schiffe eingesetzt werden mĂŒssen. "Daher ist bei Niedrigwasser hĂ€ufig sogar ein höheres Schiffsaufkommen auf dem Rhein zu beobachten als unter normalen Bedingungen", erklĂ€rt Bartel. Aktuell zeige sich die Binnenschifffahrt dennoch robust und weiche beispielsweise auf den Schienenverkehr aus.

Bartel betont aber: "Der Klimawandel wird dazu fĂŒhren, dass Phasen mit Niedrigwasser kĂŒnftig hĂ€ufiger auftreten können."

Wie entwickeln sich die PegelstÀnde weiter?

Am grundlegenden Bild der FlĂŒsse werde sich erst etwas Ă€ndern, wenn es zu ergiebigen RegenfĂ€llen im ganzen oder wenigstens in großen Teilen des Einzugsgebietes der jeweiligen FlĂŒsse kommt, betont Florian Krekel, Fachbereichsleiter Schifffahrt beim WSV.

Dies sei momentan aber nicht absehbar. VerlĂ€ssliche Vorhersagen fĂŒr die WasserstĂ€nde könnten nicht weiter blicken als die Wettervorhersagen, denn letztlich seien die WasserstĂ€nde nur eine Zusammenfassung der NiederschlĂ€ge im jeweiligen Einzugsgebiet, so Krekel.

Laut der BfG ist in den kommenden Wochen keine nachhaltige Entspannung der Lage zu erwarten.

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