AKTIEN IM FOKUS: Bauwerte gefragt - Auftragsplus im Baugewerbe, Ukraine-Hoffnung
25.11.2025 - 11:17:27 | dpa.deHinzu kam nun ein Lichtblick fĂŒr die deutsche Bauwirtschaft, denn im September verbuchte das Bauhauptgewerbe so viele neue AuftrĂ€ge wie seit MĂ€rz 2022 nicht mehr. Bereinigt um Preissteigerungen erhöhten sich die Neubestellungen im Vergleich zum Vormonat August um 7,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Wie Analyst Frank Sohlleder vom Broker ActivTrades am Vortag mit Blick auf die Ukraine schrieb, laufen "die diplomatischen DrĂ€hte derzeit heiĂ". Im Fokus bleiben die jĂŒngsten BemĂŒhungen um ein Ende des russischen Angriffskrieges. Gerade der Baubereich gilt als möglicher Profiteur eines Wiederaufbaus, der laut Sohlleder auch gute GeschĂ€fte fĂŒr Dax DE0008469008-Unternehmen verspreche.
Im Dax stiegen am Dienstag die Aktien des Baustoffherstellers Heidelberg Materials DE0006047004 um 1,4 Prozent und im MDax DE0008467416 lagen die des Baukonzerns Hochtief DE0006070006 1,3 Prozent höher. Im SDax DE0009653386 lagen die Titel des DÀmmstoffspezialisten Sto DE0007274136 zuletzt mit einem halben Prozent im Plus.
US-PrĂ€sident Donald Trump Ă€uĂerte sich weiter hoffnungsvoll, dass die GesprĂ€che zu einem Ergebnis fĂŒhren. Bis Donnerstag erwartet die US-Regierung eine RĂŒckmeldung aus Kiew zum vorgeschlagenen Friedensplan. "Es gibt noch Arbeit fĂŒr uns alle zu tun - das ist sehr herausfordernd -, um ein endgĂŒltiges Dokument zu erstellen. Und wir mĂŒssen alles mit WĂŒrde tun", sagte der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj am Vorabend in einer Videobotschaft.
"Wenngleich sich derzeit lediglich vage Konturen einer möglichen Entwicklung hin zu einer Ăbereinkunft abzeichnen, beginnen Investoren allmĂ€hlich, diese laufenden BemĂŒhungen in ihre Investment-Entscheidungen einflieĂen zu lassen", schrieb am Morgen der Anlagestratege Uwe Hohmann vom Bankhaus Metzler. Eine tatsĂ€chliche Waffenruhe könne dazu fĂŒhren, dass eine Wiederherstellung der zerstörten Infrastruktur in der Ukraine europĂ€ischen Unternehmen zusĂ€tzliche GeschĂ€ftsperspektiven eröffnet.
Positive Effekte könnten in einzelnen Branchen aus einer anziehenden Nachfrage und einer steigenden Auslastung ungenutzter KapazitĂ€ten resultieren, fuhr Hohmann fort. Auf Sektorebene erwĂ€hnte er neben der Baubranche auch die Chemie- und Nutzfahrzeugbranche sowie InfrastrukturausrĂŒster als mögliche Profiteure. Neben den unmittelbaren GeschĂ€ftsperspektiven mit der Ukraine stelle sich auch die Frage, ob dann auch Handelsbeziehungen mit Russland wiederbelebt wĂŒrden.
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