Gesundheitsministerin, Warken

Gesundheitsministerin Warken setzt auf Lösung fĂŒr gestopptes Sparpaket

03.12.2025 - 17:23:28 | dpa.de

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) setzt nach dem Stopp ihres Sparpakets fĂŒr stabile KrankenkassenbeitrĂ€ge auf einen baldigen Kompromiss mit den LĂ€ndern.

Man sei dabei, Beratungen im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat vorzubereiten, machte sie bei einer Veranstaltung des Wirtschaftsrats der CDU in Berlin deutlich. "Ich glaube, wir werden da eine gute Lösung hinbekommen." Die Ministerin betonte, es brauche nicht nur diese Sparmaßnahmen, sondern auch grundlegende Reformen und neue AnsĂ€tze.

Um den Druck fĂŒr Beitragsanhebungen zum 1. Januar zu mindern, hatte Warken ein Sparpaket von zwei Milliarden Euro mit Ausgabenbremsen vor allem bei den Kliniken vorgesehen. Der Bundesrat stoppte das vom Bundestag beschlossene Gesetz aber vorerst und schickte es in den Vermittlungsausschuss.

Thema fĂŒr Koalitionsspitzen

Kanzler Friedrich Merz (CDU) hatte angekĂŒndigt, dass die Spitzen von Union und SPD beim Koalitionsausschuss am 10. Dezember darĂŒber beraten wollen. Er stellte eine "vernĂŒnftige Lösung" in Aussicht, um Beitragsanhebungen Anfang 2026 zu vermeiden. Kassenvertreter warnen allerdings bereits vor Erhöhungen, da Kassen auch Reserven auf vorgeschriebene Mindestwerte fĂŒllen mĂŒssen.

FĂŒr eine grundlegende Reform zur Stabilisierung der Finanzen und der BeitrĂ€ge hat Warken eine Kommission eingesetzt, die im FrĂŒhjahr erste Empfehlungen vorlegen soll. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) macht in einer Stellungnahme VorschlĂ€ge fĂŒr Milliarden-Einsparungen. Das Hauptaugenmerk mĂŒsse auf eine Steuerung beziehungsweise Verringerung der Ausgabenentwicklung gerichtet werden, heißt es in dem Papier, ĂŒber das zuerst das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete. Es gehe um Reformen, die ökonomische Fehlanreize beseitigen und ineffiziente Strukturen aufbrechen.

Sparkatalog der Kassen

Warken sagte, tiefgreifende Reformen im nĂ€chsten Jahr seien unausweichlich. Es sei "klares politisches Ziel", die BeitrĂ€ge nachhaltig zu stabilisieren. "Die Belastungsgrenze fĂŒr Versicherte und die Wirtschaft ist erreicht." Sie warb bei dem Symposium des Wirtschaftsrats fĂŒr "ein bisschen mehr Unaufgeregtheit", wenn nun VorschlĂ€ge vorgelegt wĂŒrden. Man sollte in einen Modus kommen, dass es nicht direkt eine Abwehrhaltung oder eine aufgeregte Debatte gebe.

Der Chef des GKV-Spitzenverbands, Oliver Blatt, sagte, es brauche nun mutige Reformen. "Im kommenden Jahr wird Tag fĂŒr Tag mehr als eine Milliarde Euro von der gesetzlichen Krankenversicherung fĂŒr die gesundheitliche Versorgung zur VerfĂŒgung gestellt." Kliniken, Pharmaindustrie und niedergelassene Ärzte mĂŒssten alle einen fairen Beitrag leisten, damit die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler nicht lĂ€nger unter weiter steigenden BeitrĂ€gen leiden mĂŒssten.

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