Aktien Wien Schluss: ATX verliert deutlich
12.03.2026 - 18:15:27 | dpa.deDer Leitindex ATX schloss mit minus 1,57 Prozent auf 5.348,99 Punkte. Auch an den europÀischen Leitbörsen ging es mit den Aktienkursen in den Minusbereich.
Das belastende Thema an den FinanzmĂ€rkten blieb unverĂ€ndert der hohe Rohölpreis wegen der Kampfhandlungen im Nahen Osten. Der Iran nimmt dabei immer stĂ€rker die Energiewirtschaft in der Golfregion ins Visier. US-PrĂ€sident Donald Trump stellt zwar seit Tagen ein baldiges Ende des Krieges in Aussicht. Noch scheinen die KapazitĂ€ten des Regimes in Teheran aber ausreichend fĂŒr zumindest schmerzhafte SchlĂ€ge. Je lĂ€nger die militĂ€rische Auseinandersetzung anhĂ€lt und die Energiepreise ein hohes Niveau aufweisen, desto gröĂer sind die inflationĂ€ren und konjunkturellen Auswirkungen, schrieben die Helaba-Analysten.
Am heimischen Aktienmarkt rĂŒckten auf Unternehmensebene die Post und die Vienna Insurance Group (VIG) mit Zahlenvorlagen in den Fokus. Die Ăsterreichische Post musste 2025 beim Umsatz und beim Ergebnis einen RĂŒckgang hinnehmen. Das Betriebsergebnis (Ebit) ging im Jahresvergleich um fĂŒnf Prozent auf 196,9 Millionen Euro zurĂŒck. Der Umsatz reduzierte sich um 2,6 Prozent auf 3,04 Milliarden Euro. Die Post-Aktie reagierte auf die Zahlenvorlage mit minus 2,4 Prozent. Die Analysten der Erste Group und von Barclays bewerteten die vorgelegten Ergebnisse als weitgehend im Rahmen der Erwartungen.
Die Vienna Insurance Group hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Umsatz und Gewinn gemacht. Die verrechneten PrÀmien stiegen 2025 um 7,1 Prozent auf 16,3 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern kletterte um fast ein Drittel auf 1,16 Milliarden Euro. Die Dividende pro Aktie soll dank der Ergebnissteigerung um 12 Prozent auf 1,73 Euro erhöht werden. Die Titel des Versicherungskonzerns schlossen dennoch mit einem Kursabschlag von 2,2 Prozent. Nach EinschÀtzung der Erste Group lieferte die VIG exzellente Ergebnisse im Rahmen der Prognosen. Der Dividendenvorschlag enttÀuschte jedoch.
Auf den ATX lasteten zudem die KursrĂŒckgĂ€nge der schwergewichteten Banken. Europaweit standen die Banken unter Verkaufsdruck. Erste Group verbilligten sich in Wien trotz einer positiveren Expertenmeinung um 3,1 Prozent auf 93,80 Euro. Die Analysten der UBS haben ihr Kursziel fĂŒr die Aktien der Erste Group leicht von 108 auf 109 Euro angehoben. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde zudem bestĂ€tigt. Raiffeisen Bank International fielen um 2,9 Prozent und BAWAG sanken um 1,9 Prozent.
Bei Andritz gab es einen deutlichen KursrĂŒckgang von 2,7 Prozent zu sehen. Voestalpine schwĂ€chten sich um 1,9 Prozent ab. In einer schwachen Branche sackten die Titel des Automobilzulieferers Polytec um 4,9 Prozent ab. FACC rutschten 3,9 Prozent tiefer. Die Papiere der Stromversorger Verbund und EVN konnten hingegen um 3,1 bzw. 0,9 Prozent zulegen.
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