Linke, Schwimmunterrichtspflicht

Linke fordert Schwimmunterrichtspflicht an Grundschulen

21.07.2025 - 00:01:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Angesichts der steigenden Zahl von Badetoten fordert die Linke verpflichtenden Schwimmunterricht an Grundschulen.

Schwimmbad (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das geht aus einem Aktionsplan hervor, den der Parteivorsitzende Jan van Aken am Montag vorstellen will und ĂŒber den der "Stern" berichtet. "Kinder lernen nicht mehr schwimmen; UnfĂ€lle nehmen zu", heißt es darin. Die Zahl der tödlichen BadeunfĂ€lle in Deutschland sei in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen: "Das ist eine Katastrophe mit Ansage."

Die Linke fordert deshalb unter dem Punkt "Schwimmen lernen - Pflicht in jeder Grundschule": "Schwimmunterricht muss verpflichtend und möglich sein. DafĂŒr brauchen wir ausreichend Wasserzeiten, Lehrpersonal und vor allem funktionierende BĂ€der in erreichbarer NĂ€he zum Wohnort." Zu den weiteren Forderungen des Plans gehören ein Investitionsprogramm in SchwimmbĂ€der in Höhe von mindestens einer Milliarde Euro jĂ€hrlich fĂŒr die nĂ€chsten Jahre, mehr Personal in BĂ€dern sowie die EinfĂŒhrung eines "Schwimmbad-Euros" fĂŒr Kinder und Jugendliche. "Schwimmen darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhĂ€ngen", steht im Plan. Der Eintritt in öffentliche SchwimmbĂ€der mĂŒsse "ĂŒberall und dauerhaft" fĂŒr alle Kinder und Jugendlichen erschwinglich sein. Ein Eintrittspreis von einem Euro ist fĂŒr die meisten Menschen bezahlbar. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft verzeichnete fĂŒr 2024 insgesamt 411 tödliche BadeunfĂ€lle, 31 mehr als im Vorjahr. Die meisten UnfĂ€lle dieser Art geschahen außerhalb von bewachten Badestellen an Seen und in FlĂŒssen. Laut DLRG erhöht die Schließung vieler SchwimmbĂ€der das Risiko. In Deutschland schließen der DLRG zufolge pro Jahr etwa 70 bis 80 SchwimmbĂ€der. Der Grund ist hĂ€ufig, dass sich die Kommunen die Finanzierung nicht mehr leisten können. Auch der Mangel an Personal wird zunehmend zum Problem. "Wenn Kinder nicht mehr schwimmen lernen, weil das nĂ€chste Bad dicht ist, dann lĂ€uft in diesem Land was verdammt schief", sagte Linken-Chef Jan van Aken dem "Stern". "Schwimmen ist kein Hobby - es ist lebenswichtig. Und ein verdammtes Grundrecht." Die Bereitstellung und Erhaltung von SchwimmbĂ€dern mĂŒsse deshalb "eine Pflichtaufgabe des Staates sein, nicht eine freiwillige KĂŒr".

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