Bericht: Bund und LĂ€nder kurz vor Einigung auf Finanzreform
13.06.2026 - 18:41:19 | dts-nachrichtenagentur.deSeit einem Jahr verhandeln Bund und LĂ€nder darĂŒber, wie sie kĂŒnftig ihre Kosten aufteilen, etwa fĂŒr neue Sozialausgaben. Dabei soll ein neues Prinzip verankert werden: Wer eine Leistung bestellt, soll sie bezahlen (VeranlassungskonnexitĂ€t). Union und SPD haben das im Koalitionsvertrag vereinbart. Doch ĂŒber die genaue Ausgestaltung hatten Bund und LĂ€nder bisher unterschiedliche Vorstellungen, weshalb eine Reform als schwierig galt.
Doch nun rĂŒcke eine VerstĂ€ndigung in greifbare NĂ€he, hieĂ es in der Bundesregierung und bei LĂ€ndervertretern ĂŒbereinstimmend. Demnach ist der Bund bereit, die VeranlassungskonnexitĂ€t einzufĂŒhren. Sie soll aber nur fĂŒr Gesetze gelten, die neue Ausgaben verursachen. Die LĂ€nder hatten ursprĂŒnglich gefordert, dass sie und die Kommunen grundsĂ€tzlich auch fĂŒr Mindereinnahmen durch Steuergesetze kompensiert werden. Zudem soll der Bund bei der Mittelverteilung profitieren, wenn er mit seinen Gesetzen dafĂŒr sorgt, dass die Ausgaben bei LĂ€ndern und Kommunen fĂŒr Leistungen wieder sinken.
