EVP will militÀrisches EU-Hauptquartier und EU-Sicherheitsrat
05.05.2026 - 14:34:43 | dts-nachrichtenagentur.deWenn man sich "nicht mehr 100 Prozent auf die Nato verlassen" könne, mĂŒsse Europa "eigene Strukturen schaffen", forderte der CSU-Politiker. Auch in der EU gebe es eine militĂ€rische Beistandsklausel, die sogar ĂŒber den Beistandsfall-Artikel 5 der Nato hinausgehe. Das sei der EU-Artikel 42.7. "Mein Appell lautet: Lasst uns keine Zeit verschwenden. Wir mĂŒssen die EU-Beistandsklausel schleunigst mit Leben fĂŒllen." Dabei gehe es unter anderem um ein gemeinsames militĂ€risches Lagebild, so Weber. Zudem mĂŒsse geklĂ€rt werden, wie ein angegriffenes Land den EU-BĂŒndnisfall beantragt und auslöst.
Angesichts des Truppenabzugs der USA brauche Europa zudem "schnelle Eingreiftruppen, die im Ernstfall sofort einsatzbereit sind", so Weber. Denkbar fĂŒr eine solche Truppe sei auch, dass sich zunĂ€chst nicht alle EU-Staaten mit eigenen Soldaten daran beteiligten, sondern nur eine kleine Gruppe von Staaten. "Hier brauchen wir einen EuropĂ€ischen Sicherheitsrat", so Weber. "Das hĂ€tte den Vorteil, dass wir auch LĂ€nder auĂerhalb der EU einbinden könnten, etwa GroĂbritannien."
Unter welchen Bedingungen der BĂŒndnisfall ausgelöst wird, mĂŒsse immer im Einzelfall geprĂŒft werden. "Aber ich wĂŒrde dafĂŒr plĂ€dieren, die Schwelle relativ niedrig anzusetzen", so der Europapolitiker weiter. "Putin testet uns ganz bewusst. Und je frĂŒher wir Geschlossenheit zeigen und den Willen, uns gemeinsam zu verteidigen, umso besser ist es." Es gehe darum, das Grundversprechen Europas zu halten, den Frieden. "Und diesen Frieden können wir nur erhalten, wenn wir ihn als geeintes Europa gegen Aggressoren wie Putin verteidigen."
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
