MonetÀre Sozialleistungen des Staates legen deutlich zu
28.05.2026 - 08:08:38 | dts-nachrichtenagentur.deDamit war der Anstieg im Vergleich zum langjĂ€hrigen Durchschnitt seit 1991 (+3,4 Prozent) weiter ĂŒberdurchschnittlich. Er fiel aber geringer aus als in den beiden Jahren zuvor (2024: +7,4 Prozent; 2023: +6,9 Prozent). Da die Verbraucherpreise im Jahr 2025 deutlich schwĂ€cher stiegen (+2,2 Prozent), ergibt sich auch real ein Anstieg der monetĂ€ren Sozialleistungen.
Die Ausgaben des Staates insgesamt wuchsen im Jahr 2025 mit +5,7 Prozent nur geringfĂŒgig schwĂ€cher als die monetĂ€ren Sozialleistungen, sodass deren Anteil an den staatlichen Gesamtausgaben auf Vorjahresniveau bei 33,2 Prozent verharrte.
Bei den monetĂ€ren Sozialleistungen in der Abgrenzung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen handelt es sich um Geldleistungen des Staates, die dazu dienen, soziale Risiken abzusichern. Im Jahr 2025 entwickelten sich die einzelnen monetĂ€ren Sozialleistungen unterschiedlich: So stiegen die Geldleistungen der Deutschen Rentenversicherung (+5,9 Prozent oder +23,2 Milliarden Euro auf 417,9 Milliarden Euro) sowie die öffentlichen Pensionen (+5,1 Prozent oder +4,6 Milliarden Euro auf 95,0 Milliarden Euro) spĂŒrbar an. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit sorgte fĂŒr hohe ZuwĂ€chse beim Arbeitslosengeld I (+19,1 Prozent oder +4,5 Milliarden Euro auf 28,2 Milliarden Euro) und bei den staatlichen ZuschĂŒssen fĂŒr die Berufsförderung (+19,4 Prozent oder +1,2 Milliarden Euro auf 7,2 Milliarden Euro).
Erheblich mehr als im Vorjahr wurde auch fĂŒr Wohngeld ausgegeben (+26,7 Prozent oder +1,1 Milliarden Euro auf 5,0 Milliarden Euro). Beim Krankengeld war ein Plus von 5,0 Prozent (+1,1 Milliarden Euro auf 22,3 Milliarden Euro) zu verzeichnen, beim Pflegegeld eine Zunahme um 13,1 Prozent (+3,7 Milliarden Euro auf 31,9 Milliarden Euro) und bei der Sozialhilfe ein Anstieg um 7,8 Prozent (+3,2 Milliarden Euro auf 44,4 Milliarden Euro). Dagegen war das BĂŒrgergeld (ab Juli 2026: Grundsicherungsgeld) leicht rĂŒcklĂ€ufig (-1,5 Prozent oder -0,4 Milliarden Euro auf 29,4 Milliarden Euro).
Die Entwicklung der Sozialleistungen hĂ€ngt nicht nur von deren gesetzlicher Ausweitung oder KĂŒrzung ab, sondern auch von vielen anderen Faktoren: etwa von der Situation am Arbeitsmarkt, der Erwerbsbeteiligung, der Höhe der Inflationsrate oder der demografischen Entwicklung der Bevölkerung einschlieĂlich Zu- und Abwanderung.
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